Trafigura-Trader springt nach Olympia-Gold

Jose Larocca

Jose Larocca, Springreiter und Trafigura-Händler

Ein Ölhändler der Genfer Rohstoff-Firma Trafigura tritt an den olympischen Spielen in Rio de Janeiro an. Im Springreiten will er eine Medaille einheimsen, wie finews.ch erfahren hat. Allerdings nicht für die Schweiz.

In seiner eigenen Biographie beschreibt sich José Larocca als «Berufsathlet». Doch mit dem wettkampfmässigen Springreiten begann der 47-Jährige in der Schweiz geborene Argentinier (Bild unten) erst im Alter von 34 Jahren.

Bereits vorher hatte er seine erste, bisher äusserst erfolgreiche Karriere in Angriff genommen. Larocca gehört zu einer neuen Generation von Top-Tradern beim in Genf beheimateten Rohstoffhandelshaus Trafigura. Dort verantwortet Larocca mittlerweile das Ölgeschäft – und verdient damit gutes Geld.

Von Rang 258 an die Spitze?

Mit dem Schwarzen Gold kennt sich Larocca also aus; jetzt springt er in Rio nach Olympia-Gold. Denn es ist sein erklärtes Ziel, aus Brasilien mit einer Medaille zurückzukehren. Damit legt der Argentinier einen unverholenen Ehrgeiz an den Tag. In der Weltrangliste der Springreiter hielt er zuletzt den 258. Platz inne.

Jose Larocca Trafigura

Dass Larocca viel gibt, um seine sportlichen Ziele zu erreichen, zeigte sich indes schon früher. 2010 sorgte der Trafigura-Händler in Pferdesport-Kreisen für Aufsehen, weil er offenbar Millionen für den Kauf von Oki Doki ausgab. Der holländische Wallache war zuvor von einer Züchter-Jury zum «Pferd des Jahres» erkoren worden.

Kein Glück mit Oki Doki

Allerdings sollte Oki Doki Larocca bezüglich Olympia kein Glück bringen; eigentlich wollte der Pferdesport-Aficionado mit dem Pferd zu den olympischen Spielen in London vor vier Jahren antreten. Doch der Wallache verstarb bereits 2010 nach einem chirurgischen Eingriff.

Davon liess sich Larocco jedoch nicht entmutigen – und springt nun in Rio seinem Traum hinterher.

Bei Trafigura in Genf gab man sich auf Anfrage von «finews.ch» recht schmallippig zu den sportlichen Ambitionen des abwesenden Kader-Angestellten.

Gehandelt wird ohne Chef

Larocca trenne Privates und Berufsleben klar, hiess es in der Zentrale des drittgrössten Rohstoffhändlers der Welt; der Handel mit Öl sei auch während der Abwesenheit des Chefs gewährleistet.

Man darf gespannt sein, ob sich dessen Medaillen-Ambitionen erfüllen. Allerdings: Larocca springt nicht für die Schweiz, sondern für Argentinien. Und das glühend: seine ganze Ausrüstung trägt das Wappen des südamerikanischen Landes.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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