UBS verliert ihr Blockchain-Hirn

Alex Batlin

Der Chef des Londoner Innovation Lab der UBS verlässt die Schweizer Grossbank. Dies könnte die UBS in der Entwicklung ihrer Blockchain-Anwendungen zurückwerfen.

Alex Batlin verlässt die UBS. Dies meldet das Londoner Finanzportal «Financial News» (Artikel bezahlpflichtig) in der Nacht auf Donnerstag und beruft sich dabei auf ein internes Memo von UBS-Innovationschefin Veronica Lange. Batlin werde im Oktober aus der Bank austreten, hiess es. Doch werde die UBS ihre Blockchain- und Innovationsstrategie nicht ändern.

Mit Batlins Austritt geht eine über 15-jährige Karriere bei der Grossbank zu Ende. Der IT-Wissenschaftler war im Jahr 2001 zu UBS gestossen, nachdem er bereits als Berater für UBS Warburg tätig gewesen war. Es folgte ein Aufstieg in der Investmentbank als Entwickler.

Massgeblich im Aufbau des Innovationsteams

Ab 2012 war Batlin dann als Mentor für das UBS Fintech Innovation Lab, dessen Aufbau er leitete, und des Fintech-Inkubators Level 39 in London tätig. Im März 2015 zog die UBS dann in den Level 39 an der Londoner Canary Wharf ein und Batlin übernahm die Leitung des dortigen UBS-Entwickler-Teams.

Er betreute zudem verschiedene Fintech-Startups, die im Bereich der Blockchain und von Kryptowährungen tätig sind.

Im vergangenen Juni meldete die UBS in den USA ein Blockchain-Patent an, das aus der Küche Batlins stammte. Die Anwendung erlaubt Blockchain-Transaktionen, bei denen die Identität der Teilnehmer geheim bleibt. In Zusammenarbeit mit dem R3-Konsortium in New York gelangen zudem erste Blockchain-Transaktionen im Bereich von Handelsfinanzierungen.

Verlust von Aushängeschildern

Dass Batlin nun die UBS verlässt, ist denkbar ungünstig – denn er hinterlässt ein unfertiges Werk; auch wenn die UBS darauf hinweist, dass die Innovationspipeline gut gefüllt sei.

Die Grossbank verliert ein weiteres ihrer Innovations-Aushängeschilder, nachdem im vergangenen März auch Oliver Bussmann die Grossbank verlassen hatte.

Noch mehr als Batlin galt sein Chef und UBS-CIO als eine der weltweit anerkanntesten Fintech-Figuren. Bussmann blieb nach seinem Abgang bei der Grossbank aber Mentor im Level 39 und damit in Kontakt mit Batlin.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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