Aduno profitiert von einem Visa-«Geschenk»

Aduno, Hauptsitz in Zürich

Die im Zahlungsverkehr tätige Aduno-Gruppe hat im ersten Halbjahr einen massiven Gewinnsprung gemacht – dank eines «Geschenks» von Visa. Im Kartengeschäft wuchs die Gruppe weiter.

Aduno hat im ersten Halbjahr den Gewinn auf 74,9 Millionen Franken verdoppelt. Zwar gelang Aduno eine deutliche Ausweitung des Kartengeschäfts, doch der Gewinnsprung ist hauptsächlich auf den Verkauf der Visa Europa an Visa Inc. zurückzuführen, wie aus der Mitteilung vom Freitag hervorgeht.

Da Aduno Mitgliedsinstitut der Visa Europe war, erhielt die Gruppe aus dem Verkauf an den Visa-Konzern Zuwendungen in der Höhe von 71,7 Millionen Franken. Darin enthalten seien Vorzugsaktien der Visa im Wert von 17,3 Millionen Franken.

Deutlich mehr Mitarbeiter

Auf die regulatorischen Einschnitte im Kartengeschäft reagierte Aduno mit einer deutlichen Volumenausweitung. So seien nun erstmals 1,4 Millionen Karten im Umlauf.

Gleichzeitig trieb die Gruppe die Transformation zu mobilen Bezahlsystemen voran, was mit einem deutlichen Personalaufbau verbunden ist. Aduno stellte im ersten Halbjahr 50 neue Mitarbeiter ein und erhöhte den Bestand auf 806 Angestellte.

Beteiligung an Contovista

Aduno ging zudem mit dem Fintech Contovista eine Kooperation ein und nutzt nun deren Personal-Finance-Lösung. In der Folge beteiligte sich Aduno mit 14 Prozent an Contovista.

Der Bereich Konsumkredite war rückläufig. Auch hier spürt Aduno die regulatorischen Einschnitte. Auf die Deckelung des Höchstzinssatzes auf 10 Prozent reagierte auch Aduno respektive die Privatkreditbank cashgate mit Preisreduktionen. Deutlich war der Rückgang im Leasingbereich mit 9,8 Prozent.

Aduno sieht hingegen keine Anzeichen für ein Abschwächung der Konsumentenstimmung und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

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