Credit Suisse zapft Wissen von Studenten an

Bild: Credit Suisse

Die Schweizer Grossbank lanciert einen globalen Ideenwettbewerb und hat dafür eine virtuelle Akademie gegründet. Was sich die Credit Suisse davon verspricht.

Das Credit Suisse Research Institute (CSRI) lädt Studierende und Absolventen aus aller Welt ein, die Auswirkungen der aktuellen Zentralbankpolitik einzuschätzen. Dies teilte die Credit Suisse (CS) am Freitag mit.

Die Sichtweisen der jungen Erwachsenen sei besonders spannend, da die Entscheidungen der Zentralbanken insbesondere die kommenden Generationen beeinflussten, begründete das CSRI die Aufgabenstellung.  

Trip nach London und Davos

Die Beiträge sind in kurzen Videos oder Essays einzureichen, hiess es weiter. Einsendeschluss ist der 25. September 2016. Ein Experten-Gremium aus renommierten Wissenschaftlern und Vertretern des Credit Suisse Research Institute wird die eingereichten Analysen auswerten.

Der überzeugendste Beitrag wird laut Mitteilung mit Unterstützung des CSRI weiterentwickelt und publiziert. Darüber hinaus wird die Autorin oder der Autor des Siegerbeitrags eine Einladung zu Veranstaltungen des CSRI in London und zum Weltwirtschaftsforum in Davos erhalten.

Überdies werden die Autorinnen und Autoren der besten 20 Beiträge ins «Next Generation Thinkers» Netzwerk der CSRI Academy aufgenommen und weiter gefördert, wie es weiter hiess.

Auf der Suche nach den Besten

Die Credit Suisse kommt so nicht zu möglicherweise originellen Denkansätzen, sondern forciert damit auch ihre Talent-Suche. Denn die Grossbanken stehen im harten Wettbewerb um die besten Talente.

Die Finanzbranche kämpft immer noch mit einem ramponierten Image, hervorgerufen durch zahlreiche Finanzskandale und teils unmenschlichen Arbeitsbedingungen. In der Folge wandern Absolventen heutzutage unter anderem in den Technologie-Sektor ab. 

Um die Attraktivität des Bankfachs wieder zu erhöhen, haben denn auch diverse Grossbanken bereits Massnahmen ergriffen, so auch die CS. Diese lässt Jungbanker mittlerweile schneller aufsteigen, wie auch finews.ch berichtete.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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