Der 1MDB-Skandal erreicht den US-Wahlkampf

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio

Verhaftungen, Beschlagnahmungen, der Untergang der Tessiner Privatbank BSI: Der Korruptions-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB hat schon weltweit schlagzeilenträchtige Opfer gefordert. Nun soll er auch noch ein Fest in der Villa von Hollywood-Star Leonardo DiCaprio auf dem Gewissen haben.

So jedenfalls spekuliert die örtliche Zeitung «Hollywood Reporter» nach der Absage der Party. An der gross angekündigten Benefiz-Veranstaltung im Heim des Filmstars hätte Geld für den Wahlkampf von US-Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton gesammelt werden sollen.

Clinton mit kalten Füssen?

Doch der früheren Aussenministerin könnte der Boden im luxuriösen Hollywood-Anwesen in letzter Sekunde zu heiss geworden sein, wie das Blatt wissen will: Die Absage des Events habe wohl mit den Verstrickungen DiCaprios in die 1MDB-Affäre zu tun.

Dies wird allerdings von deren Wahlkampf-Stab heftig bestritten.

Die Verwicklungen DiCaprios sind im Rahmen der US-Ermittlungen gegen die Drahtzieher des Korruptions-Skandals öffentlich geworden. Wie auch finews.ch berichtete, spielte DiCaprio die Hauptrolle im mutmasslich mit 1MDB-Millionen finanzierten Film «Wolf of Wall Street». Zudem soll er zusammen mit den Produzenten des Streifens in Las Vegas Millionen verzockt haben.

Anderweitig beschäftigt

DiCaprio selber ist von den Behörden bisher nichts vorgeworfen worden; der 1MDB-Skandal lässt jedoch den Umgang mit ihm und seiner Wohltätigkeits-Stiftung Leonardo DiCaprio Foundation zunehmend als heikel erscheinen. Dass muss sich wohl auch die Zürcher Privatbank Julius Bär überlegen, die beim Guten Werk als Sponsor auftritt.

Der 41-Jährige DiCaprio hat die Einladung nun selber abgesagt – er habe anderswo zu tun, lautete seine Begründung.

Dennoch geht der «Fundraiser», dessen Eintritts-Ticket mindestens 30'000 Dollar kostet, über die Bühne: Der in der Nachbarschaft wohnende Popstar Justin Timberlake und die Schauspielerin Jessica Biel (Bild unten) sprangen kurzfristig als Gastgeber ein.

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