Credit Suisse: Keine Einigung im Fall Bermuda

Bild: Shutterstock

In der juristischen Auseinandersetzung zwischen der Credit Suisse und italienischen Kunden wegen den zur Steuerhinterziehung einsetzbaren «Versicherungsmänteln» liefen Schlichtungsgespräche offenbar ins Leere.

Hintergrund der Zivilklagen sind Untersuchungen der italienischen Behörden wegen mutmasslicher Steuerhinterziehung gegen die Schweizer Grossbank. Die CS soll im grossen Stil unversteuerte italienische Vermögen auf die Bermudas verschoben haben, versteckt in Lebensversicherungs-Mänteln, so genannten Insurance Wrapper.

Klägeranwalt Paolo Bernasconi warf der Schweizer Grossbank vor, sich einer Schlichtung zu verweigern, wie die Nachrichtenagentur «AWP» berichtete. Nach dem vorgeschriebenen Schlichtungs-Verfahren hätten die Zivilkläger nun die Möglichkeit, ihre Forderungen vor die Tessiner Justiz zu bringen und für die von ihnen behaupteten Schäden eine Entschädigung zu verlangen.

Es drohen Klagen

Auf die Grossbank könnten laut früheren Meldungen Entschädigungs-Forderungen in Millionenhöhe zukommen. Die Kläger werfen der Grossbank vor, sie nicht genügend über die Risiken der Lebens-Versicherungsprodukte aufgeklärt zu haben, die von der Credit Suisse Life mit Sitz in Bermuda angeboten wurden.

Sie verlangen nun von der Grossbank die Erstattung der Differenz zwischen den von den italienischen Steuerbehörden verlangten Zahlungen und dem Betrag, den sie gezahlt hätten, wenn sie am Selbstanzeige-Programm («voluntary disclosure») teilgenommen hätten, das im vergangenen November ausgelaufen war.

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