Warum UBS-Präsident Axel Weber auf die Fitness-Branche schaut

Axel Weber, UBS-Verwaltungsratspräsident

Axel Weber, UBS-Verwaltungsratspräsident

Wenn sich die Banken der Digitalisierung verweigern, verlieren sie ihre Kunden. Darum sollten sich die Finanzhäuser ein Beispiel an anderen Branchen nehmen, mahnt UBS-Präsident Axel Weber.

Die Digitalisierung ist in der Bankenwelt in aller Munde. Sie bietet zahlreiche Chancen und verspricht Effizienzgewinne. Hingegen sind die Kosten oftmals beträchtlich, will man vorne mit dabei sein.

Das nimmt die UBS auf sich: Der Schweizer Grossbank ist in Sachen Fintech kürzlich ein Coup gelunge: So haben sich die Deutsche Bank, die spanische Santander und die amerikanische BNY Mellon der Digitalwährung Utility Coin angeschlossen, die von der UBS entwickelt wurde, wie auch finews.ch berichtete.

Von der Konsumgüter-Industrie lernen

Doch UBS-Präsident Axel Weber verspricht sich nicht nur von der Blockchain-Technologie, auf der die Utility Coin beruht, hohe Effizienzgewinne. Er schaut auch auf die Fitnessindustrie, um junge Kunden besser zu verstehen.

«Banken können sehr viel von der Konsumgüter-Technologie wie Gesundheits- und Fitness-Apps lernen, wo Nutzer ihren Fitness-Level über die Zeit verfolgen und mit Freunden vergleichen können», sagte Weber am Donnerstag an der «Handelsblatt»-Jahrestagung in Frankfurt.

Imitieren – oder verlieren

Genau dieses Prinzip gilt es nun, im Wealth Management anzuwenden. Banken müssten sich dieser Technologie annehmen, so Weber.

«Wir müssen eine Infrastruktur aufbauen, die der Kunde von anderen Lebensbereichen kennt. Gelingt uns dies, dann bleibt wahrscheinlich auch der Kunde bei uns. Wenn wir aber scheitern, verlieren wir ihn», erklärte Weber.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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