Saxo Bank Schweiz macht Chefjuristen zum CEO

Patrick Hunger, CEO Saxo Bank Schweiz

Nach dem abrupten Abgang seines Vorgängers übernahm der General Counsel der Saxo Bank Schweiz interimistisch die operative Führung. Nun ist er definitiv ernannt worden.

Der Verwaltungsrat hat Patrick Hunger zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Dies teilte die Saxo Bank Schweiz am Donnerstag mit.

Hunger hatte diese Funktion bereits Anfang Juli interimistisch ausgeübt, nachdem sein Vorgänger, Antonio Ferrante, sein Amt nach nur knapp zwei Jahren abgegeben hatte.

Credit Suisse, UBS, SNB

Der 46-jährige Hunger stiess Anfang 2016 als General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung zum Schweizer Ableger des dänischen Instituts. Vor seinem Einstieg bei der Saxo Bank arbeitete er während mehreren Jahren für die Credit Suisse Trust, zuletzt als General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung.

Davor war er für die UBS Investment Bank sowie die Schweizerische Nationalbank (SNB) tätig. Der promovierte Jurist besitzt das Anwaltspatent sowie einen Executive Master der rennomierten Wirtschafts-Universität INSEAD im französischen Fontainebleau.

Ausbau des Schweizer Markts

Die Geschäftsleitung der Saxo Bank Schweiz setzt sich neben Hunger als CEO aus folgenden Personen zusammen: Michael Völlm (Chief Financial Officer), Raj Mehra (Chief Operating Officer) und Neil Browning (Head of Commercial).

«Mit Patrick Hunger, seinem Führungsteam und den engagierten Mitarbeitenden sind wir gut aufgestellt, um unsere Stellung im Schweizer Markt weiter auszubauen», kommentierte Steen Blaafalk, Verwaltungsratspräsident der Saxo Bank Schweiz und Mitglied des Management Board der Saxo Bank Gruppe, die Personalie.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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