Credit Suisse ist Leader in der Innerschweiz

Im Zentralschweizer Private Banking ist die CS Nummer eins, schätzt Christoph Lengwiler. Dahinter rangieren die LUKB und die UBS.

«Die alteingesessenen Banken haben eine starke Marktposition», sagte Lengwiler, Leiter des Institutes für Finanzdienstleistungen in Zug (IFZ), der Luzerner Zeitung. «Danach dürften wohl die Luzerner Bank Reichmuth und die Valiant Privatbank folgen.» Auf den hinteren Plätzen vermutet Lengwiler die Zürcher Privatbanken Vontobel und Julius Bär sowie die liechtensteinische Fürstenbank LGT und die St. Galler Privatbank Wegelin.

Platzhirsche unbeeindruckt

Die Platzhirsche geben sich von den neuen Playern wie LGT und Wegelin oder der Zürcher Kantonalbank, die allerdings ohne Filiale operiert, unbeeindruckt. «Bei neuer Konkurrenz hat sich immer wieder gezeigt, dass es sicherlich nicht einfacher ist, wenn man später in einen Markt kommt», zitiert die Luzerner Zeitung LUKB-Mediensprecher Roger Müller.

Der Wettbewerb spreche halt für die Region Luzern, heisst es unisono. In der Krise besännen sich halt viele Banken wieder auf den Heimmarkt Schweiz, sagte Alfred Grieder, Leiter Zentralschweiz bei Julius Bär. Die Luzerner Privatbank Reichmuth nimmt die Betriebsamkeit sportlich. «Wettbewerb belebt das Geschäft und macht fit», meinte CEO Christof Reichmuth gegenüber der Zeitung.

70 bis 90 Milliarden allein in Luzern

Wie Lengwiler gegenüber finews.ch erklärte, werden seitens der überregional tätigen Banken keine Zahlen zu den verwalteten Vermögen nach Regionen in der Schweiz publiziert. Und bei den regional tätigen Banken geben die publizierten Zahlen nur ungefähre Aufschlüsse über die Volumen in der Zentralschweiz.

Bei den publizierten Zahlen ist zum Beispiel zu unterscheiden zwischen dem gesamten Kundenvermögen inklusive Kontobestände und den in den Depots der Banken verwalteten Wertschriften. Zudem stellt sich jeweils die Frage, welche Kundensegmente dem Private Banking zugeordnet werden. Bei vielen Banken sind auch Kunden in den Depotvolumen des Private Banking enthalten, welche als Affluent Kunden bezeichnet werden, also Kunden mit weniger als 1 Million Franken angelegtem Vermögen.

Klare Wachstumsregion

Christoph Lengwiler, Leiter des Institutes für Finanzdienstleistungen in Zug (IFZ), schätzt die verwalteten Vermögen bei den Banken im Kanton Luzern im Private Banking und im Asset Management auf 70 bis 90 Milliarden Franken.

«Die Zentralschweiz ist eine Wachstumsregion mit einem überdurchschnittlichen Anteil an recht vermögenden Kunden», sagt Lengwiler. Das werde vermutlich unterschätzt. «Der Zuzug der Banken auf den Platz Luzern ist aber sicher ein Hinweis darauf, dass Luzern als recht grosser Markt mit Zukunftspotenzial eingeschätzt wird.»

Anfang 2008 hatte sich auch die Genfer Privatbank Pasche in Luzern versucht. Allerdings mit bescheidenem Erfolg. Die Genfer haben sich bereits wieder zurückgezogen; sie betreuen die Zentralschweiz nun von Zürich aus, wie die Luzerner Zeitung schreibt.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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