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Credit Suisse ist Leader in der Innerschweiz PDF Drucken Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen
Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 09:39 Uhr

Im Zentralschweizer Private Banking ist die CS Nummer eins, schätzt Christoph Lengwiler. Dahinter rangieren die LUKB und die UBS.

«Die alteingesessenen Banken haben eine starke Marktposition», sagte Lengwiler, Leiter des Institutes für Finanzdienstleistungen in Zug (IFZ), der Luzerner Zeitung. «Danach dürften wohl die Luzerner Bank Reichmuth und die Valiant Privatbank folgen.» Auf den hinteren Plätzen vermutet Lengwiler die Zürcher Privatbanken Vontobel und Julius Bär sowie die liechtensteinische Fürstenbank LGT und die St. Galler Privatbank Wegelin.

Platzhirsche unbeeindruckt

Die Platzhirsche geben sich von den neuen Playern wie LGT und Wegelin oder der Zürcher Kantonalbank, die allerdings ohne Filiale operiert, unbeeindruckt. «Bei neuer Konkurrenz hat sich immer wieder gezeigt, dass es sicherlich nicht einfacher ist, wenn man später in einen Markt kommt», zitiert die Luzerner Zeitung LUKB-Mediensprecher Roger Müller.

Der Wettbewerb spreche halt für die Region Luzern, heisst es unisono. In der Krise besännen sich halt viele Banken wieder auf den Heimmarkt Schweiz, sagte Alfred Grieder, Leiter Zentralschweiz bei Julius Bär. Die Luzerner Privatbank Reichmuth nimmt die Betriebsamkeit sportlich. «Wettbewerb belebt das Geschäft und macht fit», meinte CEO Christof Reichmuth gegenüber der Zeitung.

70 bis 90 Milliarden allein in Luzern

Wie Lengwiler gegenüber finews.ch erklärte, werden seitens der überregional tätigen Banken keine Zahlen zu den verwalteten Vermögen nach Regionen in der Schweiz publiziert. Und bei den regional tätigen Banken geben die publizierten Zahlen nur ungefähre Aufschlüsse über die Volumen in der Zentralschweiz.

Bei den publizierten Zahlen ist zum Beispiel zu unterscheiden zwischen dem gesamten Kundenvermögen inklusive Kontobestände und den in den Depots der Banken verwalteten Wertschriften. Zudem stellt sich jeweils die Frage, welche Kundensegmente dem Private Banking zugeordnet werden. Bei vielen Banken sind auch Kunden in den Depotvolumen des Private Banking enthalten, welche als Affluent Kunden bezeichnet werden, also Kunden mit weniger als 1 Million Franken angelegtem Vermögen.

Klare Wachstumsregion

Christoph Lengwiler, Leiter des Institutes für Finanzdienstleistungen in Zug (IFZ), schätzt die verwalteten Vermögen bei den Banken im Kanton Luzern im Private Banking und im Asset Management auf 70 bis 90 Milliarden Franken.

«Die Zentralschweiz ist eine Wachstumsregion mit einem überdurchschnittlichen Anteil an recht vermögenden Kunden», sagt Lengwiler. Das werde vermutlich unterschätzt. «Der Zuzug der Banken auf den Platz Luzern ist aber sicher ein Hinweis darauf, dass Luzern als recht grosser Markt mit Zukunftspotenzial eingeschätzt wird.»

Anfang 2008 hatte sich auch die Genfer Privatbank Pasche in Luzern versucht. Allerdings mit bescheidenem Erfolg. Die Genfer haben sich bereits wieder zurückgezogen; sie betreuen die Zentralschweiz nun von Zürich aus, wie die Luzerner Zeitung schreibt.


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