BLKB spannt mit weiterem Schweizer Fintech-Unternehmen zusammen

Daniel Brändlin, BLKB (links), Phil Lojacono, Advanon (rechts)

Daniel Brändlin, BLKB (links), Phil Lojacono, Advanon (rechts)

Die Basellandschaftliche Kantonalbank erweitert ihr digitales Angebot für Unternehmen und lanciert gemeinsam mit dem Fintech-Unternehmen Advanon den Online-Marktplatz KMUcash.

Auf KMUcash.ch können Unternehmen aus der Schweiz offene Debitoren-Rechnungen durch Investoren vorfinanzieren lassen und so rasch ihre Liquiditätssituation verbessern, wie es in einer Mitteilung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) vom Mittwoch heisst.

KMUcash ist ein neues Produkt der BLKB, das in Zusammenarbeit mit Advanon betrieben wird. Damit setzt die Bank ihre Strategie weiter um, Geschäftsmöglichkeiten, Kundenangebote und Kanäle konsequent voranzutreiben, welche die Digitalisierung eröffnet. Bereits im vergangenen August gab die BLKB eine Kooperation mit dem Zürcher Robo-Advisor True Wealth bekannt, wie auch finews.ch berichtete.

Weitere strategische Partnerschaft

«Mit KMUcash können Firmen ihre Liquiditätssituation im Einklang mit ihrer Umsatzentwicklung zu transparenten Konditionen steuern. Ich freue mich, dass wir nach der Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft mit dem Online-Vermögensverwalter True Wealth im August, die sich an unsere Anlagekunden richtet, mit Advanon nun auch unseren Firmenkunden eine digitale Lösung anbieten können», sagte Daniel Brändlin, Geschäftsleitungsmitglied der BLKB und Leiter Geschäftsbereich Firmen & Kredite, am Mittwoch.

In wenigen Schritten kann sich ein Unternehmen auf KMUcash.ch registrieren und offene Debitoren-Rechnungen hochladen. Unternehmen geben auf KMUcash.ch selbst einen Preis vor, zu dem sie eine Rechnung vorfinanziert haben möchten. Advanon prüft die Informationen und übernimmt die Suche nach Investoren. Der private Investor, der die Bedingungen am schnellsten akzeptiert, kommt zum Zug.

Bei Google kennengelernt

Advanon wurde 2015 von Phil Lojacono, Philip Kornmann und Stijn Pieper gegründet und ist in Zürich domiziliert. Das junge Unternehmerteam hat sich bei Google in Dublin kennengelernt.

Das Fintech-Startup hat sich zum Ziel gesetzt, den veralteten Factoring-Markt durch den Einsatz modernster Technologien zu revolutionieren. Advanon gehört zu den fünf Gewinnern der Swisscom StartUp Challenge 2016.

Ausbau des Vertrauens

«Wir sind auf die Liquiditätsplanung von KMUs spezialisiert und vermitteln Rechnungsverkäufer und Investoren direkt. Die Zusammenarbeit mit der BLKB ist ein wichtiger Schritt für uns, um das Vertrauen sowohl auf Unternehmens- wie auch Investorenseite weiter auszubauen», sagte Advanon-CEO Lojacono.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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