UBS-Banker müssen mehr produzieren

Langjährige Kundenberater bei der Grossbank stehen unter Druck. Der Grenzwert für die Einnahmen, die sie durch Gebühren erzielen müssen, wird angehoben.

Bisher galt für UBS-Kundenberater in den USA, die schon acht Jahre oder mehr bei der Bank waren, dass sie jährlich mindestens 250'000 Dollar an Gebühren generieren müssen. Wurde diese Grenze erreicht, erhielten die Berater 20 Prozent davon.

Nun haben sich die Zeiten geändert und auch die Anforderungen der UBS. Vom Juni dieses Jahres an verlangt die Bank nun mindestens 300'000 Dollar an Einnahmen von ihren Angestellten. Die UBS kommuniziert diesen Schritt als Motivationstaktik. «Wir spornen alle Kundenberater zu Erfolg an, damit ihr Geschäft hier bei der UBS wächst», erklärte ein Pressesprecher gegenüber «Bank Investment Consultant».

Wer den Cut jedoch nicht schafft, dem droht der Rausschmiss. «Wir führen diese Änderungen jetzt ein, damit jene Berater, die unter den Grenzwert fallen genug Zeit haben, um ihre Zahlen zu verbessern», fügt der Sprecher an. Unweigerlich werden einige Berater die Bank infolge dieser neuen Anforderungen verlassen. Dies könnte auch das Ziel der Bank sein.

Weniger Berater mit mehr verwalteten Vermögen

Unlängst hat UBS-CEO Oswald Grübel angekündigt, dass der Headcount in den USA auf ein überschaubares Mass angepasst werden müsse. Mit dem Anheben der Gebühren-Mindestgrenze wird ein Schritt in diese Richtung gemacht – die Kleinverdiener werden abgesondert und die Cashcows behalten.

Ähnlich sieht dies der New Yorker Personalvermittler Rich Schwarzkopf: «Sie wollen den Bestand auf 5'000 Kundenberater runterbingen, wobei jeder mindestens 750'000 Dollar generiert.»

Zurück zu alten Mustern

Die jüngste Taktik der UBS weckt Erinnerungen an die Ursachen der Krise. Bei anhaltendem Erfolgsdruck werden Finanzberater dazu gezwungen, ihren Kunden möglichst viele Produkte zu verkaufen, auch wenn dies nicht unbedingt im Interesse des Kunden liegt.

Von genau solchen Verhaltensmustern wollte man sich bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen noch verabschieden und den Fokus voll und ganz auch den Kunden richten. Dies war jedoch letztes Jahr.


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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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