UBS erwartet weiter steigende Kosten

Die UBS trifft mit ihrem Ergebnis für das dritte Quartal 2016 die Erwartungen. Im Wealth Management verzeichnet sie aber einen tieferen Vorsteuer-Gewinn als 2015. Der Fokus liegt auf den Kosten. 

Die UBS erzielte zwischen Juli und September 2016 einen Gewinn von 827 Millionen Franken, was in etwa dem Konsens der Finanzanalysten entspricht. Diese gingen von 835 Millionen Franken aus. Wie den am Freitag mitgeteilten Zahlen zu entnehmen ist, entwickelten sich vor allem das Wealth Management, das US-Geschäft und das Schweizer Geschäft (Personal & Corporating Banking) erfreulich.

Die UBS erzielte dieses Ergebnis laut eigenen Angaben trotz kontinuierlicher wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit, anhaltend niedriger Kundenaktivität sowie schwacher Emissionstätigkeit am Primärmarkt. Gegenüber der Vorjahresperiode liegt die Bank mit diesem Ergebnis weit zurück. Damals hatte sie noch 2,07 Milliarden Franken erzielt.

Steueraufwand verbucht

Während das dritte Quartal des Vorjahres eine Steuergutschrift von 1,3 Milliarden Franken enthielt, wurde im Berichtsquartal ein Steueraufwand von 49 Millionen Franken verbucht, wie die Bank schreibt.

Dieser umfasste eine Höherbewertung von latenten Steueransprüchen von 424 Millionen Franken, hauptsächlich getrieben durch aktualisierte Gewinnprognosen für den Zeitraum nach 2016, welche durch den Steueraufwand für das laufende Jahr neutralisiert wurden.

Stabile Mandate

Das Wealth Management konnte Netto-Neugelder von 9,4 Milliarden Franken anziehen, gestützt auf Zuflüsse in den Regionen Asien/Pazifik und Europa.

Gleichzeitig wurden Abflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft kompensiert und der Fokus auf Qualität beibehalten. Im dritten Quartal wurden netto 4,1 Milliarden Franken an neuen Mandaten generiert, deren Anteil an den verwalteten Vermögen bei 27,1 Prozent stabil blieb.

Rekordwert in den USA

Das Wealth Management Americas erreichte mit einem Vorsteuergewinn von 367 Millionen Dollar gemäss weiteren Angaben ein Rekordergebnis, mit einer Steigerung von 80 Millionen Dollar gegenüber dem dritten Quartal 2015.

Dieses Ergebnis widerspiegelt einen Rekordwert beim Erfolg aus dem Zinsengeschäft und beim wiederkehrenden Erfolg aus dem Dienstleistungsgeschäft sowie einen niedrigeren Geschäftsaufwand. Die Netto-Neugelder für das dritte Quartal 2016 beliefen sich auf 0,8 Milliarden Franken.

Starke Entwicklung im Schweizer Privatkundengeschäft

Das Personal & Corporate Banking erzielte einen sehr Vorsteuergewinn von 473 Millionen Franken, gegenüber den 428 Millionen Franken im dritten Quartal 2015. Dies entspricht, trotz anhaltend negativer Zinsen, dem besten Quartalsergebnis seit dem vierten Quartal 2008, mit einem höheren Geschäftsertrag bei gleichzeitig tieferem Geschäftsaufwand.

Die annualisierte Wachstumsrate des Nettoneugeschäfts-Volumens im Privatkunden-Geschäft betrug 3,5 Prozent. Die in den ersten neun Monaten des Jahres akquirierte Anzahl Nettoneukunden im Privatkunden-Geschäft erreichte einen neuen Höchststand, wie die Bank berichtet.

Auf Kurs beim Sparziel

Angesichts der Zahlen liegen die weiteren Bemühungen klar in weiteren Kosteneinsparungen. Per 30. September 2016 hat die Bank annualisierte Nettokosten-Einsparungen von 1,5 Milliarden Franken erzielt, ausgehend von einer normalisierten Kostenbasis. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber den 1,4 Milliarden Franken des Vorquartals.

Die UBS befindet sich gemäss weiteren Angaben damit auf Kurs, um das angestrebte Sparziel von 2,1 Milliarden Frnaken bis Ende 2017 zu erreichen. Die Bank wird weiterhin Schritte unternehmen, um die höher als erwarteten Regulierungskosten zu absorbieren.

Anhaltende Risikoaversion der Kunden

Die Umsetzung der neuen Bankkapitalstandards in der Schweiz sowie die angekündigten weiteren Anpassungen des internationalen regulatorischen Rahmens für Banken würden steigende Kapitalanforderungen und Kosten zur Folge haben, schreibt die Bank weiter.

Insgesamt geht UBS-Chef Sergio Ermotti davon aus, dass die anhaltende Risikoaversion der Kunden sowie die generell niedrigen Transaktionsvolumen anhalten werden. «Die Zinsen, die tiefer sind als erwartet und im negativen Bereich liegen, stellen zudem nach wie vor eine bedeutende Belastung dar. Eine Aufhellung dieser Bedingungen in absehbarer Zukunft ist unwahrscheinlich», sagt er weiter.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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