LGT lässt die Prinzessinnen fliegen

Elisabeth Vigée-Lebrun, «Porträt der Fürstin Karoline von Liechtenstein (1768–1831)

Elisabeth Vigée-Lebrun, «Porträt der Fürstin Karoline von Liechtenstein (1768–1831)

Mit viel Pomp wird in Bern eine Ausstellung mit Schätzen aus der Sammlung der Liechtensteiner Fürsten eröffnet. Die Bank LGT spielt dabei eine entscheidende Rolle – und erreicht, was der Konkurrenz misslingt.

1793 liess sich Fürstin Karoline von Liechtenstein monumental in Öl malen. In Pose der antiken Götterbotin Iris schwebt ihr Abbild über der Landschaft – wobei die nackten Füsse offenbar für einige Aufregung im österreichischen Adel gesorgt haben sollen, wie es heisst.

Diesen Freitag sorgt die Fürstin nochmals für Furore. Sie ist das Aushängeschild der Ausstellung «Liechtenstein. Die Fürstlichen Sammlungen» im Kunstmuseum Bern, die heute Abend feierlich eröffnet wird.

Zur Gala reist Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein an, vom Bundeshaus herüber kommt Bundesrat Alain Berset. Der Vorsteher des Bundesamts für Kultur hat auch gleich das Patronat der Schau übernommen, in der mehr als 200 Exponate aus der fürstlichen Schatzkammer und aus mehreren Jahrhunderten zu bestaunen sind, wie auch finews.ch berichtete.

Exklusive Schau für Kunden

Schon am Abend zuvor feierte die Liechtensteiner Fürstenbank LGT. Das von Prinz Max von und zu Liechtenstein (dem Bruder von Erbprinz Alois) geführte Institut lud betuchte Kunden aus dem Umkreis der Berner Filiale zur Schau – eine Exklusivität, wie sie keine andere Bank bieten kann.

Nicht von ungefähr lautet das Motto der Ausstellung «Zeigen, was es bei uns nicht gibt».

Dass die fürstlichen Kunstschätze in Bern gezeigt werden, ist wesentliches Verdienst der Fürstenbank. Wie Johann Kräftner, der Direktor der Fürstlichen Sammlungen, vor den Medien ausführte, lässt die LGT als Sponsor die Exponate durch die Welt «reisen».

Wein-Degustation mit der Prinzessin

Dabei schickt das Geldhaus nicht nur Gemälde von Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Raphael und Tintoretto auf die Reise. Sie setzt auch Mitglieder der Fürstenfamilie gezielt als Botschafter ein. So etwa Prinzessin Marie von Liechtenstein (siehe Bild unten), die kürzlich mit schwerreichen Chinesen Wein-Verkostungen durchführte und damit auch bei der Konkurrenz in Asien viel Aufsehen erregte.

PrinzessinMarie 500

Mit einer Prinzessin parlieren, für einen Abend lang exklusiv durch die Schätze eines der mächtigsten Adelsgeschlechter Europas wandeln – welche andere Privatbank bietet das?

Seltenes Alleinstellungsmerkmal

Indem die LGT konsequent die «Fürstenkarte» spielt, schafft sie sich ein Alleinstellungmerkmal, was gerade im Banking Seltenheitswert hat. Angesichts der immer kürzeren Halbwertszeit von Strategien und Marketing-Anstrengungen ist für die Kunden dort kaum noch ersichtlich, wofür eine bestimmte Bank tatsächlich «steht».

Bei der LGT ist das klar. Sie ist die Fürstenbank. Sie gehört der Liechtenstein-Dynastie, und kann deshalb aus deren Ressourcen schöpfen. Auch in Zukunft: Laut Sammlungs-Direktor Kräftner ist bereits eine Schau in Ostasien angedacht.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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