Wieviel Bonus wird's denn sein?

Die Bonus-Saison ist da. finews.ch liefert einen ersten Überblick über die Kompensationen bei den grössten Banken der Welt.

Bank of America

Die Boni der Investmentbanker werden einen höheren Aktienanteil enthalten als in der Vergangenheit. Der Cash Anteil wird – je nach Höhe der Gesamtzahlung – um 5 bis 25 Prozent gekürzt.

Obwohl die Gesamtsumme der Boni kleiner als vor Jahresfrist sein wird, hat die Bank bereits eingeräumt, dass die Zahlungen an bestimmte Top-Performer neue Rekordhöhen erreichen werden. Kaderangestellte über dem Rang eines Vice President (VP) sollen bereits letztes Jahr substanzielle Lohnerhöhungen erhalten haben; bei manchen Managing Director (MD) hat sich der Fixlohn gar verdoppelt.

Barclays / Barclays Capital

Die Auszahlung der 2009er-Boni wird für die elf höchsten Führungskräfte während drei Jahren zu 100 Prozent aufgeschoben. Die Boni der 2000 nächst rangtieferen Angestellten sollen zu 75 Prozent aufgeschoben werden, wobei Angestellte mit weniger Arbeitsjahren 50 Prozent ihrer Boni in Cash erhalten und den Rest in aufgeschobenen Wertschriften.

Leitende Bankangestellte von Barclays Capital sollen bereits Basis-Lohnerhöhungen von bis zu 150 Prozent erhalten haben. Diese wurden um bis zu sechs Monate zurückdatiert.

Citi

Die Bank hat ihren gesamten Personaufwand um 20 Prozent auf knapp 25 Milliarden Dollar reduziert. Diese Summe berücksichtigt bereits auch eine Personalreduktion um fast 20 Prozent im letzten Jahr. Cash-Boni sind auf 100’000 Dollar begrenzt, während darüber hinausgehende Entschädigungen in Form von aufgeschobenen Aktien-Zahlungen erfolgen.

Die Basis-Saläre für alle VPs und höhere Kader des Investment Banking sollen letztes Jahr erhöht worden sein, wobei die Gehälter gewisser Managing Directors um über 100 Prozent anstiegen.

Credit Suisse

Wie unlängst gemeldet soll auf Grund der Bonus-Steuer in Grossbritannien rund 400 MDs der Credit Suisse in England der Bonus um 30 Prozent gekürzt werden. Der gesamte Bonus-Topf für das Investmentbanking soll um 5 Prozent gekürzt worden sein, wie das Branchenforum «Here is the City» zu berichten weiss. Dafür hat die Credit Suisse die Basis-Saläre von rund 7’000 leitenden Angestellten erhöht.

Deutsche Bank

Im Zuge einer veränderten Salär- und Bonusentschädigung soll die Bank die Basis-Saläre um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Goldman Sachs

Goldman Sachs hat aus dem Ergebnis für das 4. Quartal 2009 knapp 520 Millionen Dollar aus dem Lohn-Topf genommen und davon 500 Millionen für wohltätige Zwecke gespendet. Die Summe der Gesamtentschädigungen welche 2009 an Mitarbeitende ausbezahlt wurde, beträgt 16,2 Milliarden Dollar und entspricht 35,8 Prozent der Erträge – es ist die tiefste Summe seit das Unternehmen 1999 an die Börse ging.

Der «Durchschnittsangestellte» von Goldman Sachs erhält hochgerechnet 498`246 Dollar für die Arbeit die er letztes Jahr leistete. Wie die «Times» weiss, hat die Bank die Entschädigungen für ihre 100 Top-Leute in London wegen der anstehenden Bonus-Steuer und dem politischen Klima auf 1,6 Millionen Dollar pro Person begrenzt.

HSBC

Bislang ist offenbar noch keine Entscheidung hinsichtlich der Gesamtsumme für die Bonuszahlungen getroffen worden.

Jefferies

Der «Durchschnittsangestellte» wird etwa 455’000 Dollar an Kompensationen für 2009 erhalten, meldet der Branchendienst «Here is the City». Dabei wird auch jenen, die höhere Boni erhalten, 85 Prozent in Cash ausbezahlt. Der CEO Richard Handler soll mit bis zu 12 Millionen Dollar rechnen können.

J.P. Morgan

Das Unternehmen hat für seine Investmentbanking-Sparte 9,3 Milliarden Dollar für Kompensationszahlungen bereit gestellt. Der durchschnittliche Investmentbanker erhält somit 378’600 Dollar.

Morgan Stanley

Der Personalaufwand für 2009 belauft sich auf 14,4 Milliarden Dollar, wovon ein «Durchschnittsangestellter» etwa 235‘000 Dollar erhält. Damit hat das Unternehmen fast zwei Drittel der letztjährigen Erträge für Mitarbeiter-Kompensationen aufgewendet – der höchste Anteil in über einem Jahrzehnt.

Der neue Morgan Stanley-Chef James Gorman hat 8,6 Millionen Dollar in Aktien erhalten, deren Auszahlung aufgeschoben wurde, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet. Präsident John Mack dagegen wurden lediglich 800’000 Dollar als Grundgehalt ausbezahlt.

Vielen Angestellten ist das Basis-Salär erhöht worden. MDs sollen bis zu 125 Prozent mehr Lohn erhalten haben.

Royal Bank of Scotland

Die Bank die mehrheitlich in britischem Staatsbesitz ist, muss den Betrag, den sie für 2009 an Boni zahlen will, noch bestimmen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dieser Betrag 2,4 Milliarden Dollar überschreiten wird. Ein Problem könnte die Tatsache darstellen, dass ehemalige ABN-AMRO-Investmentbanker (jetzt mit RBS) grössere Boni erhalten, als ihnen unter holländischer Führung zugestanden worden wären.

Standard Chartered

Die Bank hat bis heute die Höhe ihres Bonus-Topfs nicht offengelegt.

UBS

Entgegen anderslautenden Meldungen aus der Sonntagspresse ist die Höhe der zur Auszahlung kommenden Boni noch nicht festgelegt respektive noch nicht offiziell kommuniziert worden. Tatsache ist, dass die UBS mit der Finanzmarktaufsicht darüber verhandelt hat und es allenfalls noch tut. Klar ist auch, dass es zwischen beiden Seiten unterschiedliche Vorstellungen gibt.

Das britische Branchenforum «Here is the City» will wissen, dass die Bank die Basis-Saläre für leitende Investmentbanker um durchschnittlich 50 Prozent erhöht. Managing Directors sollen eine Zulage von bis zu 125 Prozent erhalten.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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