Mär
10
2010
Today

Anzeige CPanel

Banner

Telefonnummer der Redaktion: +41 79

Banken vernachlässigen die Investoren PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 10:10 Uhr

In der Krise wurden Dividenden und Boni gekürzt. Nun bekommen die Angestellten wieder goldene Kompensationen – auf Kosten der Aktionäre.

Das Risiko für die Anleger, die Gewinne für die Angestellten: Diese Faustregel bestätigen die Wallstreet-Banken derzeit. Betrachte man nämlich die Auszahlungen der Banken an ihre Angestellten gemessen an den Erträgen, so entsteht ein klareres Bild, wie hoch die Banker wirklich bezahlt werden – zu hoch: Zu diesem Schluss kommt die «New York Times» anhand einer simplen Rechnung.

Sie lautet: Von jedem verdienten Dollar gingen 2009 rund 90 Cent in den Gehaltspool der Banken.

Dabei wird die Liste von Citigroup angeführt. Die Bank hatte ihren Angestellten 2009 insgesamt 24,9 Millionen Dollar ausbezahlt und einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Anders sieht die Situation bei Goldman Sachs aus. Die Bank ist der Grossverdiener 2009 und schüttete «lediglich» 45 Cent pro Dollar an ihre Angestellten aus. Der Durchschnittsgehalt von 447'000 Dollar lässt sich dennoch sehen.

Konkurrenzdruck und einmalige Ausgaben

Doch Goldman bleibt ein Einzelfall. Die übrigen amerikanischen Banken zahlen, gemessen an den Erträgen, hohe Gehälter aus. So fliessen gemäss «New York Times» bei der Bank of America auf jeden verdienten Dollar 88 Cent zurück an die Banker. Bei Morgan Stanley sind es gar 94 Cent.

Lediglich bei JP Morgan liegt der Kompensationspool mit 62 Cent pro Dollar auf der Höhe des allgemeinen langjährigen Mittel von rund 60 Cent.

Die hohen Auszahlungen begründen die Banken auf verschiedene Art und Weise. Einerseits müsse man hohe Gehälter und Boni zahlen, um die guten Leute zu halten. Andererseits sei es zu Gewinneinbussen durch einmalige Kosten wegen nötiger Anpassungen gekommen.

Die Investoren bleiben auf der Strecke

Die grossen Verlierer beim Bonus-Spiel der Banken sind eindeutig die Investoren. Im vergangenen Jahr mussten sie bereits eine Kürzung der Dividenden in Kauf nehmen. Nun, da es den Banken scheinbar wieder besser geht, wäre eine höhere Ausschüttung zu erwarten.

Die Banken haben sich jedoch für ihre Angestellten entschieden und zahlen lieber hohe Boni. Die Bedürfnisse der Investoren bleiben dabei auf der Strecke.


Diesen Artikel bookmarken:

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Banner

JOKE(R)


Ein offener Brief an den griechischen Ministerpräsidenten
+ weiterlesen

WANDELANLEIHEN

Alles über Convertibles.

AgaNolaDie auf Wandelanleihen spezialisierte Asset-Management Boutique in Pfäffikon SZ.


News: «Wandelanleihen zu Unrecht unterschätzt»

Aktuell: Neuer Fonds nach UCITS III geplant

PRIVATE BANKING

Bank Clariden Leu

Aktuell: «Markanter Gewinnsprung»

eFinancialCareers.ch
Aktuelle Jobangebote von eFinancialCareers.
+ weitere Jobangebote
JobDirectory.ch
Aktuelle Jobangebote von Arbeitgebern der Finanzbranche.
+ weitere Jobangebote

Geschenkidee

Smartbox

article thumbnail
+ weiterlesen

Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Buchtipp

Neustart: 50 Ideen für einen starken Finanzplatz Schweiz

Neustart

50 Ideen für einen starken Finanzplatz Schweiz

Von Claude Baumann und Ralph Pöhner.

Das Buch versammelt 33 namhafte Persönlichkeiten und präsentiert deren zukunftsgerichtete Ideen.

+ Mehr zum Buch und bestellen

swiss_banking_cover_120

Swiss Banking - wie weiter?

Aufstieg und Wandel der Schweizer Finanzbranche. Wie aus einem Erfolgsmodell ein Hochrisiko-Faktor für die Schweiz wurde.

+ Mehr zum Buch und bestellen

Magazine

PRIVATE Ausgabe 1/2010 – Das Magazin für private und institutionelle Investoren.

PRIVATE Ausgabe 1/2010 – Das Magazin für private und institutionelle Investoren.

Anregungen

Telefonnummer der Redaktion:
+41 79 292 66 64

Schreiben Sie uns Ihre Ideen, verraten Sie Gerüchte oder sagen Sie uns einfach, über welches Thema Sie gerne etwas lesen würden.

+ Mitteilung schreiben

 
Droht der Schweiz eine neue Schandliste?
Montag, 08. März 2010
article thumbnailSteuerdelikte sollen künftig eine Vortat zur Geldwäscherei werden. Warum dies ein Unsinn ist, schreibt David Zollinger von der Privatbank Wegelin.
+ weiterlesen
Das bekommen Sie für 2,5 Millionen Franken
Mittwoch, 10. März 2010
article thumbnailEin Einfamilienhaus mit Sicht über den Zugersee in Walchwil. Oder ein Einfamilienhaus mit Sauna und Pool in Uitikon Waldegg. Oder ein Haus mit riesigem Garten in Rickenbach.
+ weiterlesen
50 Websites, die Ihr Leben erleichtern
Montag, 23. November 2009
article thumbnailFür Arbeit und Freizeit: Wir haben für Sie das Web durchwandert und Favoriten zusammengetragen.
+ weiterlesen