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Zweifel an der Ausbeute der Steuersünder-CD PDF Drucken Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen
Montag, den 08. Februar 2010 um 08:25 Uhr

Ein Anwalt für Steuerrecht glaubt, dass Deutschland durch die Steuer-CD keine 400 Millionen einnehmen wird.  Rein rechnerisch sei der Betrag zu hoch.

Auch die Steueramnestie von Ex-Finanzminister Hans Eichel habe längst nicht den erhofften Erfolg gehabt. Zudem bezweifelt der Anwalt, dass alle Genannten auch Steuersünder sind, wie er gegenüber der deutschen Tageszeitung «Die Welt» erklärte.

«Das werden keine 400 Millionen Euro sein. Da müsste ja rein rechnerisch jeder der 1500 Kontoinhaber knapp 270'000 Euro nachzahlen. Vorausgesetzt, alle 1'500 haben tatsächlich illegal Geld in der Schweiz», sagte Andreas Hagenkötter, Fachanwalt für Steuer- und Strafrecht.

Viel eher baue die Regierung eine Drohkulisse auf, damit es Selbstanzeigen gibt, vermutet Hagenkötter, der in Schleswig-Holstein reumütige Steuerhinterzieher berät.

Lesen Sie den ganzen Artikel unter diesem Link.

 


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Kommentare 

 
#1 2010-02-08 11:27
Es kommt darauf an, was diese Schätzungen beinhalten. Wenn es sich nur um ordentliche Steuern handelt, sind 400 Mio. eine sehr sportliche Erwartung. Berücksichtigt man Strafsteuern, Bussen und in extremis die bis zu 50% der Vermögen, die dem Staat abgetreten werden müssen, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen, steigt der Betrag deutlich. Langfristig ist es eh ein Eigentor. Die EU-Kleinsparer werden gerupft und verlieren ihre langfristig angesparten Altersguthaben, was in deren Wohnsitzländern zu höheren Sozialkosten führt. Die EU-Superreichen verlassen unter dem Druck der Öffentlichkeit, die gegen sie in Schauprozessen aufgebaut wird, ihre Heimatländer samt ihrem Restvermögen und samt ihrer Konsumfreudigkeit. Und mit dem Abzug von Vermögenswerten aus der Schweiz sinken die Einnahmen aus der Zinsbesteuerung deutlich ab. Die paar Millionen können kurzfristig Wahlerfolge ansonsten wenig erfolgreicher EU-Politiker ermöglichen. Billionenschulden sanieren sie nicht.
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