PEH: Finanzierungsvertrag für Prozess-Ansprüche

Der Vertrag ermöglicht die Private Equity Holding, ihre Ansprüche gegen die Bank Vontobel und deren ehemalige Organe gerichtlich durchzusetzen.

Ende März 2000 verpflichtete sich die Bank Vontobel im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Private Equity Holding (PEH) 750'000 PEH-Aktien fest zu übernehmen.

Da die Bank einen erheblichen Teil der neu ausgegebenen Aktien nicht bei Endinvestoren platzieren konnte, veranlasste im April 2000 der damalige Chef der Corporate Finance-Division der Bank, Hans-Peter Bachmann, die Verschiebung von 220'000 PEH-Aktien gegen Zahlung von 138,8 Millionen Franken von der Bank Vontobel an die PEH.

Enormer Schaden

Die PEH wurde in den Jahren 1997 bis Mitte 2001 durch die Bank Vontobel gemanagt. Hans-Peter Bachmann war zum fraglichen Zeitpunkt nebst seiner leitenden Tätigkeit für die Bank Vontobel auch Geschäftsführer der PEH.

Im Zusammenhang mit dieser Transaktion, die bei der PEH einen enormen Schaden verursachte, liess die PEH in den letzten Monaten ihre Rechtsposition gegenüber der Bank Vontobel als damalige Empfängerin der 138,8 Millionen Franken abklären.

Ansprüche gegen Vontobel

Gemäss diesen Abklärungen bestehen gute Gründe für die Annahme, dass die Transaktion gegen zwingende rechtliche Vorschriften verstiess. Die PEH beabsichtigt deshalb, die daraus resultierenden Ansprüche gegenüber der Bank Vontobel geltend zu machen.

Im Hinblick auf eine allenfalls notwendige gerichtliche Geltendmachung ihrer Ansprüche konnte die PEH nun mit der Allianz ProzessFinanz GmbH, München, einen Prozessfinanzierungsvertrag abschliessen; dies nachdem die Allianz ihrerseits eine unabhängige Begutachtung der Rechtslage hatte vornehmen lassen.

Der Prozessfinanzierungsvertrag ermöglicht PEH, ihre Ansprüche gegen die Bank Vontobel und deren ehemalige Organe im Interesse der Aktionäre der PEH unter Minimierung der Kostenrisiken gerichtlich durchzusetzen, falls auf dem Verhandlungsweg keine befriedigende Einigung mit der Bank Vontobel erzielt werden sollte.

Mehr Informationen unter diesem Link.

 

 

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

«Die Quartalsergebnisse verfehlten die Erwartungen»

«Wegen der zunehmenden Regulierung»

Es gibt Finanz-Sprüche, die wir dauernd hören ? obwohl sie nichts sagen. Hier einige Highlights.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News