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BSI: Hanspeter Brunner attackiert in Asien PDF Drucken Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen
Mittwoch, den 10. März 2010 um 10:14 Uhr

Die Schweizer Privatbank will zu einem der grossen Player in Asien werden. Hierfür wurde reichlich Personal geholt – insbesondere von RBS.

Vor einem halben Jahr arbeiteten lediglich rund 35 Angestellte im asiatischen Office von BSI in Singapur. Nun sind es 180, und das Wachstums-Ziel ist noch nicht erreicht. Ein Grossteil der Neuankömmlinge kommt von RBS Coutts, also von jener Bank, deren ehemaliger Co-CEO Hanspeter Brunner, zu Beginn dieses Monats bei BSI in den Dienst getreten ist.

Gegen 100 RBS-Leute, so rechnet die «Financial Times» vor, haben innert weniger Monate zur BSI in Asien gewechselt.

«Wir haben grosse Talente für BSI angeworben und wir sind noch nicht fertig», kommentierte Brunner die Personalaufstockungen gegenüber der «Financial Times». Ziel der Bank sei es, zu den Top-10 im asiatischen Grossraum zu gehören. Die regionalen verwalteten Kundenvermögen sollen bis 2015 auf neun Milliarden Dollar verdreifacht werden.

Der Mann des Vertrauens

Dass BSI schon viele Talente von RBS Coutts abziehen konnte, bevor Hanspeter Brunner (Bild) überhaupt für die Generali-Tochter die Asien-Geschäfte übernommen hat, lässt auf die Ausstrahlung des neuen Chefs schliessen. «BSI konnte so viele neue Leute anstellen, weil Hanspeter HanspeterBrunnerBrunner als Chef bei RBS Coutts über viel Respekt verfügte», analysiert ein Headhunter die Situation gegenüber «FinanceAsia» und fügt an: «Viele andere Institute hätten diese Leute mit Handkuss genommen, sie haben sich aber für BSI entschieden.»

BSI-Sprecherin Jean Yap bestätigt den positiven Einfluss von Brunner: «Es ist wahr, dass Hanspeter hoch angesehen und respektiert wird, vor allem von jenen, die schon unter ihm gearbeitet haben.» Auch wurden die Talente mit grosszügigen Dreijahres-Verträgen geködert. Dies sei jedoch nicht der einzige Grund, wieso die Massen zu BSI geströmt seien, fügt Yap an: «Leute machen Karriere-Entscheidungen aus verschiedenen Gründen, und dabei spielen sowohl die Führung als auch die Kompensation eine Rolle. Geld ist dabei nur ein Faktor – und meist nicht einmal der ausschlaggebende.»

Hanspeter Brunner hatte von 1991 bis 1997 für die Credit Suisse gearbeitet, zuletzt als Leiter des Geschäfts in Hongkong. Für RBS Coutts war er ab 1997 tätig, zuerst als Leiter des Private Banking in Asien, dann bis letzten September als CEO von Coutts International.

Schritt für Schritt Asien erobern

In einer ersten Phase konzentriert sich die BSI nun auf eine regionale Expansion und will Inder und andere reiche Personen in Südost-Asien ansprechen, welche Singapur als Vermögensverwaltungs-Zentrum bevorzugen.

Danach wolle man sich auf Nordasien und Hongkong konzentrieren, von wo aus der chinesische Offshore-Markt angegangen werden soll. Man erarbeite ein Business-Modell, um in diesem Markt Fuss zu fassen, so Brunner. «Nun liegt es an uns den Kunden zu beweisen, dass wir hochqualifizierte Angestellte haben, die ihre Bedürfnisse erfüllen.»


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