Deutsche Bank: Der Mann nach Ackermann?

Anshu Jain übernimmt die alleinige Führung des Bereichs Corporate and Investment Bank. Der bisherige Co-Chef Michael Cohrs scheidet aus.

Michael Cohrs' Rücktritt sei auf eigenen Wunsch erfolgt: Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank habe seinem «Wunsch entsprochen», per Ende September «aus dem Vorstand und den Diensten der Bank auszuscheiden», meldet Deutschlands grösstes Finanzinstitut.

Cohrs war bislang Co-Head of Corporate and Investment Bank und Head of Global Banking. Er bleibt der Deutschen Bank weiter als Mitglied ihres European Advisory Boards verbunden, dem er zum 1. Oktober 2010 beitreten wird.

Plötzlich Top-Favorit

Seine Aufgaben an der Spitze von Global Banking übernimmt Anshu Jain, Head of Global Markets und bislang auch Co-Head of Corporate and Investment Bank. Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank wird damit künftig von ihm alleine geführt.

«Um den Wechsel reibungslos zu gestalten, wird Cohrs seine Aufgaben als Head of Global Banking bereits zum 1. Juli 2010 an Jain übertragen und als Vorstandsmitglied ihn bis Ende September weiter begleiten», schreibt die Deutsche Bank.

Sowohl Cohrs als auch Jain waren des öfteren als Kandidaten für eine Nachfolge von CEO Josef Ackermann durch die deutschen Medien gegeistert. Nun wird der 47-jährige Anshu Jain prompt als Top-Favorit für den Posten des Vorstandsvorsitzenden genannt.

«Reuters» zitiert beispielsweise einen Insider mit dem Satz, Jain sei nun «im Rennen um die Nachfolge Ackermanns einige Längen voraus». Josef Ackermann tritt vertragsgemäss im Mai 2013 zurück.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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