Mai
17
2012
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Die Zürcher Privatbank Rahn & Bodmer gibt sich in der Regel sehr diskret. Nun hat Partner Christian Rahn ein paar interessante Offenbarungen gemacht.

Es gibt zumeist kaum News aus der Bank Rahn & Bodmer, die 1750 aus einem Zürcher Seidenhandelshaus entstanden ist. Noch heute wird das hinter der Bank Wegelin zweitälteste Geldhaus der Schweiz von den Familien Rahn, Bodmer und Bidermann geleitet.

Gegenüber dem Fachmagazin «Schweizer Bank» machte der 54-jährige Rechtsanwalt und Gesellschafter Christian Rahn ein paar interessante Offenbarungen. Insgesamt verwaltet das Unternehmen rund 12 Milliarden Franken und konnte im Verlauf der Krise viele neue Kunden gewinnen.

Rückgang im Wertschriftenbereich

So verzeichnete die Bank in den letzten drei Jahren einen grossen Nettozufluss, doch der wertmässige Rückgang im Wertschriftenbereich sei um einiges höher gewesen. Er (Rahn) wäre überrascht, wenn es bei anderen Privatbanken nicht ähnlich ausgehen habe, sagte Rahn.

Bei der Annahme von neuen Kunden habe die Bank vermögensmässig keine untere Grenze, erklärte Rahn weiter. Schon ab 350‘000 Franken könne man übrigens eine gute Diversifikation erzielen. Die Kundschaft setze sich je zur Hälfte aus Schweizer und Ausländer zusammen. Die Auslandskunden sässen praktisch überall, mehrheitlich aber in der nördlichen Hemisphäre – nicht nicht vorwiegend in Deutschland, so Rahn weiter.

Weiter Potenzial im Heimmarkt

Für Christian Rahn ist das Potenzial der Bank im Heimmarkt, namentlich auch in und um Zürich noch nicht ausgeschöpft. Darum sieht man im Hause auch vorläufig von einer weiteren Niederlassung ab. In Genf wäre die Konkurrenz ohnehin zu stark, sagte Rahn. Die Übernahme einer anderen Bank steht ebenfalls nicht zur Diskussion.

Befragt nach der viel gepriesenen Weissgeld-Strategie in der Schweiz sagte Rahn, diese Bezeichnung lasse den unzutreffenden Schluss zu, es hätte bislang eine Schwarzgeld-Strategie geherrscht. «Für unsere Bank kann ich sagen, dass wir für viele ausländische Kunden die Steuerunterlagen zusammenstellen», so Rahn weiter.

Totale Weissgeld-Politik

Seit vielen Jahren würde man auch die Kunden zur Selbstdeklaration ermuntern. Doch, so räumt Rahn aber ein: «Auch uns würde zwar eine totale Weissgeld-Politik treffen – aber viel weniger als noch vor fünf Jahren.»

 

 

 

 

Kommentare

 
#1 Gast 2010-06-29 10:52
Diese neosozialistische "Weissgeldpolitik" ist nichts anderes als die staatliche Überwachung und Kontrolle von Kapitalflüssen. Wie aber das Bundesamt für Justiz in seinem Jahresbericht festgestellt hat, steht den Produktiven zum Schutz Ihres Privateigentums ein gut funktionierendes Schatten-Finanzsystem zur Verfügung, das vom sozialistischen Staat nicht belangt werden kann. Laut dem Bericht kann man sich an dem System sogar mit Eigenkapital beteiligen. Es lebe die Freiheit und das Kapital!
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