Barclays Capital: Neues Team in der Schweiz

Die Investmentbank-Tochter von Barclays baut ihr Kapitalmarkt-Angebot in der Schweiz aus: BarCap gründet in Zürich ein Team für Franken-Anleihen.

Die neuen Angebote Syndikat, Handel und Verkauf von Obligationen in Schweizer Franken sollen das bestehende Schweizer Geschäft ergänzen; auch will BarCap so ihre Kompetenz als Ansprechpartnerin für Kunden mit Finanzierungsbedürfnissen in sämtlichen Bereichen der internationalen Kapitalmärkte vertiefen.

«Mit der Erweiterung des Angebots mit Anleihen in Schweizer Franken können wir Schweizer Unternehmen und anderen Emittenten die volle Bandbreite der Anleihenfinanzierung anbieten», sagt Bob Mabon, Leiter Investment Schweiz von Barclays Capital.

Leute von RBS und CS

KunoKennelFür die Entwicklung des Kapitalmarktgeschäfts in Schweizer Franken ist Kuno Kennel (links) zuständig: Als Leiter Markets Schweiz leitet arbeitet der Schwyzer künftig von der Zürcher Filiale aus. Kuno Kennel betreut die Kunden zusammen mit Bob Mabon und Andreas Glaus, Director Investment Banking Schweiz.

Kuno Kennel stiess im vergangenen März von RBS zu Barclays Capital. Bei RBS leitete er nach der Fusion mit ABN AMRO das Schweizer Geschäft. Bei ABN AMRO war er mehr als 10 Jahre in ähnlicher Position in der Schweiz für den Aufbau des Kapitalmarktbereichs Schweizer Franken verantwortlich.

Barclays Capital ernannte weiter Martin Meili zum Leiter des Syndikats Schweizer Franken Anleihen, Reto Meyer zum Leiter Verkäufe Schweizer Franken Anleihen und Beda Emmenegger zum Leiter Handel Schweizer Franken Anleihen in Zürich.

Martin Meili war zuvor als Leiter Syndikat Schweizer Franken und Reto Meyer als Leiter Verkauf festverzinsliche Anleihen in Schweizer Franken bei RBS tätig. Beda Emmenegger war zuvor bei der Credit Suisse als Senior-Kredithändler tätig.

«Eine führende Rolle übernehmen»

«Barclays Capital will im Schweizer Anleihenmarkt eine führende Rolle übernehmen», sagt Kuno Kennel. «Mit den neuen Mitarbeitern werden wir den Geschäftsbereich stärken und unsere Kundenbeziehungen vertiefen.»

Die britische Universalbank Barclays sorgte in letzter Zeit mehrfach für Schlagzeilen im Zusammenhang mit der Schweiz. Im März meldete die «Financial Times», dass der Konzern im Sommer 2008 die UBS offenbar kaufen wollte. In einer Sitzung des Verwaltungsrats hätten Führungsleute von Barclays Capital eine Übernahmeofferte für UBS präsentiert. Später entschlossen sich die Briten jedoch zu einem Teilkauf der Lehman Brothers.

Wenig später meldete das deutsche «Handelsblatt», Barclays Capital wolle in Zürich die Handelsabteilung von 35 auf 50 Personen aufstocken. Der Grund: Das Management der britischen Investment-Bank glaube nicht nur an eine steigende Bedeutung der Schweizer Währung, sondern wolle auch die «Schwäche der UBS ausnützen».

Ausbau auch bei Barclays Wealth

Barclays will zudem auch im Private Banking Zeichen setzen und nutzt zu diesem Zweck ebenfalls die Schweiz als Drehscheibe. Konkret will Barclays Wealth das Personal in der Rhonestadt deutlich aufstocken und hohe Investitionen tätigen. Wie ein Sprecher gegenüber finews.ch erklärte, sollen allein in Genf rund 40 zusätzliche Banker angestellt werden. Derzeit beschäftigt das Institut in der Schweiz rund 380 Personen.

Barclays Capital ist seit 2001 als Investmentbank in der Schweiz tätig. Das Unternehmen verfügt über Zweigstellen in Zürich, Genf und Lugano mit Schwerpunkt Handel. Barclays Capital unterhält mit führenden Schweizer Unternehmen etablierte Geschäftsbeziehungen, mit einem Schwergewicht auf Finanzierung und Risikomanagement samt FX, Zinsen und Rohstoffen.

Aktuell werde das Kundenangebot in den Bereichen Aktien und Beratung ausgebaut, meldet das britische Unternehmen.

Am 25. Februar 2009 agierte Barclays Capital als Bookrunner und alleiniger Hedge-Koordinator bei der Anleihentransaktion mit mehreren Tranchen Euro/Sterling über 11,15 Milliarden Euro für Roche Holdings Inc. Diese Transaktion stellt bislang die grösste Eurobond-Unternehmensfinanzierung (Euro und Pfund Sterling) und den grössten festverzinslichen Eurobond einer Tranche dar.

Zu den offenen Stellen bei der Barclays Bank (Suisse).

 

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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