CS: Keine Rede von einem Asienboom

Obwohl fast alle Banken in Asien einen aufstrebenden Markt sehen und viel Personal einstellen, könne man nicht von einem Asien-Boom sprechen.

marcel_kreisIn Asien wird derzeit weltweit einer der lukrativsten Wachstumsmärkte gesehen. Diesem Trend haben sich auch die Schweizer Banken angeschlossen. Sehr viele Finanzinstitute stocken derzeit ihre Personalbestände in der Region auf,  so dass es teilweise sogar bereits zu Personalengpässen gekommen ist.

Von einem wahren Asien-Boom kann laut Marcel Kreis (Bild), Leiter des asiatischen Private Banking der Credit Suisse, dennoch nicht die Rede sein. «Wir sind sicherlich noch nicht zurück in den alten Zeiten; das Investitionsklima, die Kundenumgebung, die ganze Angelegenheit ist nicht, was sie 2007 war», sagt Kreis im Interview mit «Bloomberg». Und er führt fort: «2007, als die Banken organisch wuchsen, stellten sie jeden an, der ohne seine Finger auf zehn zählen konnte.»

Vertrauen muss wiederhergestellt werden

Obwohl die Banken nun wieder Personal anheuerten, bewegten sie sich derzeit weniger aggressiv als noch vor der Krise. Nun müssten die Banken vorsichtiger sein, da das Vertrauen von reichen Kunden, die während der Krise Verluste eingefahren hätten, noch nicht wiederhergestellt sei, so Kreis.

Die aktuellen Neuanstellungen dienen folglich eher zur Annäherung an das Vorkrisenniveau.

Noch im letzten Jahr fuhr die Credit Suisse ihren Personalbestand in Asien um dreizehn Prozent auf 360 Angestellte zurück. Dieses Jahr soll es laut Kreis zu rund 60 Neuzuzügen kommen, womit die Bank wieder beim Vorkrisenniveau wäre.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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