Wird alles gut für die EU-Banken?

Der Stresstest für Banken der EU ist eher gnädig angelegt. Das Misstrauen soll schwinden, und das Rettungskonzept ist von zentraler Bedeutung.

Am 23. Juli will das Committee of European Banking Supervisors (CEBS) für 91 Banken aus der EU die Ergebnisse eines Stresstests publizieren. Betroffen sind jeweils die grössten Institute eines Landes, die kumuliert gemessen an der Bilanzsumme fünfzig Prozent des Heimmarktes ausmachen.

Alle zusammen decken rund 65 Prozent des EU-Bankensektors ab. Ausser den rund dreissig grossen kotierten Banken gehören zum Beispiel mehrere Landesbanken aus Deutschland sowie zahlreiche Sparkassen aus Spanien dazu, aber auch Institute kleinerer EU-Staaten wie Slowenien, Malta oder Luxemburg.

Stresstest soll Misstrauen ausräumen

Der Refinanzierungsmarkt für europäische Banken hat sich seit Mai zwar etwas erholt, ist aber nach Ansicht vieler Marktteilnehmer immer noch fragil, wie die «Finanz und Wirtschaft» in ihrer Ausgabe vom heutigen Samstag schreibt.

Den verbliebenen Rest an Misstrauen soll nun der Stresstest ausräumen, nach dem Vorbild USA vor rund einem Jahr. Zunächst geht es um die Frage, inwieweit Banken mögliche Kredit- und Marktrisiken respektive -verwerfungen bewältigen können. Dann aber auch um die Rettungskapazitäten.

Kriterien nur vage bekannt

Das CEBS ist aber vage. Es gibt zwei Szenarien: Das erste basiert auf allgemein anerkannten Wachstumsprognosen. Das zweite, «ungünstige» Szenario enthält einen Dämpfer: Das BIP-Wachstum der EU werde 2011 und 2012 jeweils 3 Prozentpunkte niedriger sein als prognostiziert.

Zudem wird eine Krise am Markt für Staatsanleihen unterstellt, wie sie im Mai zu beobachten war. Gemäss inoffiziellen Angaben wird für griechische Staatspapiere ein Abschlag von 17 Prozent verlangt.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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