Charles Schwab klagt gegen die UBS

Der Online-Broker fordert über 130 Millionen Dollar von drei Grossbanken zurück – dazu gehört auch die UBS. Die US-Fondsfirma Cambridge Place klagt ebenfalls.

Die Klage gegen die drei Banken UBS, Bank of America Merrill Lynch und Bear Stearns (also indirekt JP Morgan) wurde am Gericht in San Francisco eingereicht. Der Onlinebroker Charles Schwab behauptet, von den Instituten beim Kauf von mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren angelogen worden zu sein.

Die Wertschriftenhändler der Banken hätten bezüglich ihrer Produkte nicht die Wahrheit erzählt oder Informationen unterschlagen, so der Vorwurf laut dem Nachrichtendienst «Bloomberg».

Insbesondere hätten die Banken nicht richtig über die Loan-to-Value-Ratio der unterliegenden Hypotheken und die Anzahl der Liegenschaften, die nicht erstklassig seien, informiert. Die Forderung über 130 Millionen Dollar bezieht sich auf drei Wertschriften; weitere «dubiose Papiere» sollten offengelegt werden, wenn die Klage zugelassen wird. Damit rechnet man bei Bank of America jedoch nicht. «Wir glauben nicht, dass eine Grundlage für die Klage existiert», liess deren Pressesprecher Bill Halldin gegenüber «Bloomberg» verlauten.

...und 1,2 Milliarden in Boston

Insgesamt 15 Banken gerieten zudem ins Visier von Cambridge Place Investment Partners, einem Investmentfonds mit Sitzen in Boston und London. Die Klage, die in Boston eingereicht wurde, ähnelt jener von Charles Schwab: Wieder geht es um mortgage-backed securities, wieder wirft der Käufer den Banken vor, falsche Angaben gemacht zu haben; und wieder erscheint der Prozess als Musterprozess, auf den später weitere Fälle draufgepackt werden könnten.

Die Vorwürfe richten sich gegen die Crème de la crème der Finanzwelt: Goldman Sachs, Morgan Stanley, Barclays, JP Morgan, Merrill Lynch, Deutsche Bank... Und zu den Instituten, die Cambridge Place in seine Klage über insgesamt 1,2 Milliarden Dollar einschliesst, gehören auch UBS und Credit Suisse.

Mehr zum Thema findet sich unter anderem bei «Reuters» und dem Londoner «Telegraph».

 

 

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
  • RBS: Versagen auf der ganzen Linie
  • Streitpunkt neue Kapitalregeln
mehr

SELECTION

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

weitere News