Luzerner KB: Applaus für iPhone App

Mehr als zweitausend Benutzer haben sich das Tool bereits heruntergeladen. Und die Rückmeldungen bei der Bank sind durchs Band positiv. Vor knapp einem halben Jahr hat die Luzerner Kantonalbank als erste Schweizer Bank eine iPhone-Applikation lanciert. Sie umfasst vier grundlegende Funktionen: Morgeninfo, LUKB Expert-Fonds, Anlagepolitik und Aktienanalyse.

Von den Kunden werden hauptsächlich die Informationstools der Rubrik Morgeninfo sowie die täglichen Podcasts mit Audio-Kommentaren rege genutzt.

Steigerungspotenzial

«Am häufigsten genutzt werden die Podcasts sowie die täglich aktuellen Morgeninfos mit Informationen unseres Handels und unserer Finanzanalyse. Noch Steigerungspotenzial bei der Nutzung hat die Anlagepolitik», sagt Pressesprecher Roger Müller gegenüber finews.ch. Täglich greifen rund 500 Benutzer auf das mobile Informationsangebot der Bank zurück.

Überzeugte Kunden und beinahe keine Probleme

Die Rückmeldungen der iPhone-App-Benutzer sind durchgehend positiv. «Diverse Kunden haben von sich aus reagiert und uns gratuliert», so Müller zu den Feedbacks. Und auch die Online-Bewertungen im AppStore sprechen alle für die Applikation.

«Qualitativ hochwertige Inhalte werden hier unentgeltlich und auf einem zeitgemässen Kanal angeboten», fasst der Benutzer «petiausluzern» seine Erfahrungen zusammen und spricht damit für beinahe alle Kommentare.

Problem an Wochenenden

Einzig die Aktualität bei der Morgeninfo wurde bemängelt. Diese sei nicht immer zuverlässig und teilweise mehrere Tage lang nicht aktuell, wird kritisiert. «Wir hatten zweimal mit technischen Problemen zu kämpfen, welche die Aktualisierung der News um jeweils einen Tag verzögerten.

Da dies an einem Freitag und einem Montag geschah, sah die Verzögerung noch grösser aus, da jeweils Wochenenden dazwischen lagen, an denen es ohnehin keine Aktualisierungen gibt», erklärt Müller. «Wir arbeiten deshalb daran, die internen Prozesse zu optimieren und uns noch weiter zu verbessern», verspricht er.

Online Banking via iPhone?

Als Zwischenbilanz stellt die Luzerner KB fest, dass vor allem nicht-statische Inhalte im Interesse der Kunden liegen. In diese Richtung wird wohl auch die Weiterentwicklung der App gehen. Wie eine künftige Version aussehen wird, konnte die LUKB noch nicht sagen. Es sei jedoch eine Projektgruppe im Einsatz, die alle weiteren Möglichkeiten evaluiert, so Müller.

Zu diesen Möglichkeiten zählt auch das Online-Banking via Mobiltelefon. Bisher ist Swissquote der einzige Schweizer Anbieter, der den Handel von Aktien über seine iPhone-App ermöglicht. Technisch wären die heutigen Smartphones längst im Stande, sämtliche Bankendienstleistungen, die via Online-Banking möglich sind, zu bewältigen.

Smartphone-Erfolg könnte Tore öffnen


Die Banken haben sich bisher jedoch schwer getan, solche Möglichkeiten umzusetzen. Stets werden Sicherheitsbedenken als Ablehnungsgrund aufgeführt. Ein Blick ins Ausland zeigt jedoch, dass eine mobile Applikation mit Zugriff auf das Bankkonto bedenkenlos möglich ist – so weichen doch auch die Sicherheitsprotokolle nur gering von den Anforderungen vom «normalen» Online-Banking ab.

Der anhaltende Erfolg von Smartphones eröffnet den Banken eine neue Plattform, um einfach mit vielen Kunden in Kontakt zu treten. Die Vielfalt der Betriebssysteme steht hier noch im Wege. Auch deshalb hat die LUKB ihre Applikation bisher nur für das iPhone herausgegeben, weil diese Plattform über die meisten Nutzer verfügt. Weitere Versionen für Android, Symbian oder Blackberry könnten jedoch bald folgen.

«Schön, dass meine Bank mit der Zeit geht»

Dass jedoch der Austausch mit dem Bankkunden in der Zukunft auch über das Mobiltelefon führt – oder gar führen muss – hat die LUKB mit ihrer Applikation den anderen Banken beispielhaft vor Augen geführt. Dies bedeutet nicht, dass man von der traditionellen Kundenbeziehung Abschied nehmen muss, der Zeitgeist verlangt jedoch, dass beide Wege gegangen werden.

«Schön, dass meine Bank mit der Zeit geht», bringt es der Benutzer «Silovay» mit seinem Kommentar auf den Punkt. Täglich greifen rund 500 Benutzer auf das mobile Informationsangebot der Bank zurück.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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