UBS: Wilde Gerüchte über weitere Restrukturierung

Der Heimmarkt soll organisatorisch aufgewertet werden, die zweite Führungsebene wird wohl massiv verkleinert: Dies berichtet die «Sonntagszeitung».

 

Bekommt die UBS einen «CEO Schweiz»? Unter Berufung auf «mehrere Quellen in- und ausserhalb» der Bank schreibt die «Sonntagszeitung», dass dieser neue CEO den Heimmarkt führen soll – womit wiederum die Position der Schweizer Abteilungen und der Schweizer Kundschaft aufgewertet würde.

Die neue Querfunktion könnte die nach Bereichen aufgebaute Konzernstruktur – mit Wealth Management, Business Banking, Asset Management – massiv verändern. So würde mit der Aufwertung des Heimmarktes das internationale Investmentbanking tendenziell an interner Bedeutung verlieren.

Gerangel um Toppositionen

Wie die «Sonntagszeitung» weiter erfahren hat, will Verwaltungsratspräsident Peter Kurer das Group Management Board massiv ausdünnen: Statt siebzig sollen bald nur noch ein Dutzend Kaderleute dieser zweiten Führungsebene angehören.

Die genauen Sachverhalte werden am 10. Februar bekanntgegeben. Die These, dass die Schweiz UBS-intern aufgewertet werden solle, geistert seit längerem durch die Branche. Verstärkt zu hören war sie nach dem Einstieg des Bundes im Oktober, später aber auch, als Alain Robert zum Jahresende einen Kundenbrief der UBS neben Präsident Kurer und Konzernchef Rohner mitunterzeichnete. Robert ist als Leiter «Wealth Management & Business Banking Switzerland» eine Art inoffizieller Schweiz-Chef der Grossbank – und er trat bislang eher unauffällig auf.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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