UBS: Rund 100 private Sammelkläger

Es bleibt dabei: Wenn gegen die frühere UBS-Spitze geklagt werden soll, dann ohne die derzeitige UBS-Spitze – ganz egal, was die Generalversammlung signalisiert hat.

Es ist offensichtlich, dass sich die geplante rechtliche Verfolgung der früheren UBS-Spitze als schwierig erweist. Die Aktionärsgruppen Actares, Deminor und Ethos spielen mit der Idee einer Verantwortlichkeitsklage gegen Ospel & Co.. Sie finden aber offenbar wenig Unterstützung von anderen grossen Aktionärsgruppen.

Ohnehin fordern sie vorgängig, dass zuerst einmal die derzeitige UBS gegen ihre ehemaligen Chefs vorgeht.

Nur: Dass der Verwaltungsrat um Kaspar Villiger und die Konzernleitung um Oswald Grübel (trotz eines anderslautenden Signals der Generalversammlung) wenig Interesse daran hat, ist ein offenes Geheimnis.

«Nicht sehr optimistisch»

Wie Actares nun mitteilt, gab ihr die UBS-Spitze jüngst auch entsprechende Signale: Man sei «nicht sehr optimistisch», dass die UBS ihre Meinung in der Sache geändert habe, meldet die Aktionärsvereinigung gegenüber dem Fachblatt «Investment & Pensions Europe».

So zeige sich die Bankspitze in Zürich wenig gesprächsbereit. Sie habe Actares zwar einen Termin in Aussicht gestellt, «aber es gibt kein Signal, dass der UBS demnächst mit uns reden will», so ein Actares-Vertreter gegenüber dem Fachorgan.

Actares ist sich aber bewusst, dass in nächster Zeit etwas passieren muss: Der Herbsttermin sei «entscheidend», so Actares, «ansonsten kommt die Sache ins Stocken».

Institutionelle Anleger zieren sich offenbar, sich an einer Sammelklage gegen die UBS-Verantwortlichen beteiligen. «Rund hundert Privatpersonen» hätten jedoch signalisiert, dass sie bei einem solchen Verfahren mitmachen würden.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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