Noch ein Indiz dafür, dass die grösste Schweizer Bank wieder mehrheitsfähig ist. Ihre Wanderbroschüre ist im Moment restlos vergriffen.
Bis vor kurzem hätten nicht viele Schweizerinnen und Schweizer auf die UBS etwas gegeben. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor drei Jahren galt sie vielmehr als Sinnbild für das Versagen der arroganten Banker.
Doch in diesem Jahr hat sich die Situation schlagartig geändert. Vor allem seit die UBS per Mitte Jahr überraschend gute Zahlen präsentierte. Mittlerweile sorgt die Bank auch anderweitig für Furore.
Volksnaher Auftritt
Konkret: Mit einem frischen und volksnahen Auftritt der UBS Schweiz, die unter der Führung des einstigen Credit-Suisse-Bankers Lukas Gähwiler (Bild oben rechts) steht, feiert das Institut ein seltenes Comeback. Als Gradmesser für diese positive Entwicklung erweist sich die im letzten April angekündigte Partnerschaft mit Schweiz Tourismus. Dabei steht bis das Wandern im Zentrum.
Unter der Ägide von Lukas Gähwiler, der sich für die Kampagne sogar in Wanderkluft stürzte und als profunder Kenner der schweizerischen Gebirgslandschaft auftritt, setzte die UBS in der Öffentlichkeit und im Heimmarkt ein neues Zeichen.
Wanderführer restlos vergriffen
Flankierend dazu lancierte die UBS mit Schweiz Tourismus eine umfangreiche Broschüre mit den 32 schönsten Wanderungen in der Schweiz, installierte eine kostenlose Reisehotline und offeriert ihrer Kundschaft preiswerte Hotelübernachtungen in der Schweiz.
Mit Erfolg, wie sich nun zeigt: Der in einer Auflage von insgesamt 350‘000 Exemplaren gedruckte Wanderkatalog ist bereits vergriffen, wie die UBS gegenüber der Nachrichtenagentur «Dow Jones» erklärte. Offensichtlich kommt das gewandelte Image der grössten Schweizer Bank beim Volk gut an. Herr und Frau Schweizer steigen auf Anregung der UBS ganz offensichtlich in die Wanderschuhe.
Merkwürdige Vorgänger
Der Kontrast könnte kaum grösser sein. Bis vor einigen Jahren sponserte die UBS noch die Yacht des Milliardärs Ernesto Bertarelli, der zugleich im Verwaltungsrat der Bank sass. Später folgte eine merkwürdige Zeit, als die Bank, gebeutelt von der Krise, eine Testimonial-Kampagne startete, bei der das Logo des Unternehmens aus Imagegründen weggelassen wurde.
Vor diesem Hintergrund ist die Wander-Promotion ein durchschlagender Erfolg, der klar macht, dass die UBS wieder mehrheitsfähig ist.






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Kommentare
Wer nicht sehen will, sieht eben nicht, sonst käme das eigene verquere Weltbild ins Wanken...
Lernen sie lesen und verstehen, dann wüssten sie, dass keine unserer gross-Banken die grundlegenden Probleme auch nur ansatzweise angehen.
Das fängt bei der Haltung an.
Aber das kann wohl nur verstehen, wer nicht zu feige ist, um zu seiner Meinung zu stehen.
Sie schreiben anonym und halten sich nicht an die Regeln dieser Website. Sachlich haben Sie nichts zu sagen.
Offenbar geniessen Sie die Anonymität um andere anzupöbeln, sind aber nicht fähig, zu Ihrer Meinung zu stehen.
Dazu sind sie nicht fähig.
Sonst würden sie dies sofort tun.
Sie können nur als Parasiten im Elefantenkörper leben, indem sie ihrer Seilschaft überrissene Gelder zuhalten, und dabei vor kriminellen Geschäften (systematischer Steuerbetrug), Betrug der internen und externen Aufsicht, Irreführung der Marktteilnehmer (zB s. Giechenland und Goldman), Missachtung der elementarsten Banking-Regeln, etc, etc. nicht zurückschrecken. Denn White-Collar Crime wird nicht verfolgt, der Bonus bleibt in der Tasche.
Es ist wie im Mittelalter: Kein Bischof wollte die Ablassteuer abschaffen. Bemüht wurden dafür ähnlich nebulöse und falsche Behauptungen aus dem Jenseits, wie bei den Mehrwert-Behauptungen unserer Grossbanken.
Es ist Zeit für eine Reformation des Systems.
Und nicht für Wanderheftli.
Lieber Herr Patrick. Ihren Eigennamen verschweigen Sie immer noch. Vielleicht aus guten Gründen.
Das passt ins Bild: Die Regeln sehen vor, den Namen zu nennen (Pflichtfeld bedeutet genau das), aber Sie halten sich nicht an diese Regel. Eine typische Eigenschaft von Bonus-Bankern.
Auch Ihre sogenannte Information ist Schönrednerei und Statistikverfälschung.
Lesen Sie einmal diese Artikel:
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/TopBonus-der-UBS-ist-eine-Altlast/story/20564975
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,683658,00.html
Sie finden noch viel mehr über das Missverhältnis von Negativ-Leistung zu Bonus wenn Sie in Google nach "UBS Verlust Bonus" suchen.
Setzen Sie alle Boni 2007, 2008, 2009 ins Verhältnis zu den viel grösseren Verlusten, dann ist die Folgerung klar:
Die UBS ist auch unter dem neuen Management ein Selbstbedienungsladen für sogenannte Manager.
Über die Löhne bzw. die variablen Bestandteile kann man sicherlich diskutieren. Fakt ist, dass heute immer noch grosse Konkurrenzkämpfe auf dem Markt um Bankenmanager herrschen. Warum dies so ist? Angebot und Nachfrage. Eine einfache Sache.
Dennoch bin ich der Meinung, dass ein Manager mit guter Ausbildung und einem Tagespensum von 16 Stunden mehr verdienen sollte, als jemand der keine Ausbildung gemacht hat.
Lieber P., wahrscheinlich bist Du in der PR Abteilung dieses Privat-Hedgefunds mit sozialisiertem Risiko.
Deine besoldete Gedankenpolizei auf dem Internet ist aber eher Desinformation und Mitleidswerbung.
Von einer "NEUEN UBS" kann nicht die Rede sein.
Solange das "neue" Management es fertig bringt, Verluste zu melden, um sich selber gleichzeitig Boni zu bezahlen, kann man nur von alter Abzocke in gewohnter Manier sprechen.
Da ist keinerlei neue Disziplin und Verpflichtung spürbar.