CEO-Wechsel bei Maerki Baumann

Die Zürcher Privatbank trennt sich von ihrem bisherigen CEO Rolf W. Aeberli. Der Nachfolger kommt von intern und soll ein «Garant für Kontinuität» sein.

Was in der Branche schon kolportiert wurde, steht nun fest: Die Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. trennt sich von ihrem Vorsitzenden der Geschäftsleitung Rolf W. Aeberli, wie Recherchen von «finews.ch» ergaben. Der Grund: unterschiedliche Auffassungen über die strategische Weiterentwicklung der Bank.

Urs_Imholz_160An Aeberlis Stelle wird Urs Imholz (Bild links) neuer Chef. Er war bisher Stellvertreter von Jack Hertach, seines Zeichens CEO der InCore Bank, die seit 2007 Bankdienstleistungen für kleine und mittlere Finanzdienstleister anbietet und dabei die Geschäftsfelder Insourcing und Broking abdeckt. Bei der InCore Bank war Urs Imholz überdies Leiter Handel. Die Bank hat entsprechende Angaben bestätigt.

Neuer Stellvertreter

In der Branche geht man bei der Neubesetzung an der Spitze von Maerki Baumann von einer Interimslösung aus. Dem sei nicht so, sagte VR-Präsident Hans G. Syz gegenüber «finews.ch». Urs Imholz sei bereits seit gut 40 Jahren bei der Maerki Baumann Gruppe und damit ein «Garant für Kontinuität».

Stephan_Zwahlen_160Zum stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsleitung wurde Stephan A. Zwahlen (Bild links) ernannt, der seine Aufgabe als Leiter Investment Solutions & Services beibehält. Weiterhin Mitglied der Geschäftsleitung ist Gianmarco Lepri, der gleichzeitig als Leiter des Private Banking im Tessin amtet.

Unerwünschte Veränderungen

Der frühere Banca-del-Gottardo-Chef Rolf W. Aeberli kam im Oktober 2008 ins Amt und übernahm die Führung von Arthur Bolliger. Aeberli soll von Hans G. Syz grosses Vertrauen genossen haben, hiess es in der Branche und habe entsprechend ambitioniert gehandelt.

So erfolgten ehrgeizige Umstellungen im Bereich Private Banking, die offensichtlich aber nicht ankamen, musste doch die Bank alsbald den Verlust von mindestens einem Dutzend kompetenter Mitarbeiter verkraften. Weitere Veränderungen etwa in der Informatik sorgten ebenfalls für Unruhe im Unternehmen.

Rolf_Aeberli_300

Vor diesem Hintergrund sind die hohen Ziele, die sich Aeberli (Bild links) gesteckt hatte, offenbar nicht erfüllt worden. In der Branche geht man davon aus, dass allein in diesem Jahr das Wachstum an Kundengeldern kaum dynamisch gewesen sei.

Gruppe mit 150 Mitarbeitern

Zur Maerki-Baumann-Gruppe gehören drei operative Gesellschaften: Die 1932 gegründete Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. sowie die 2007 gegründete InCore Bank und die Eniso Partners AG, die, 2008 gegründet, spezialisiert ist auf die Vermögensverwaltung für institutionelle und vermögende private Kunden sowie für kollektive Kapitalanlagen.

Die ganze Gruppe beschäftigt knapp 150 Mitarbeiter und verwaltet gemäss letzten verfügbaren Zahlen Kundenvermögen in der Höhe von gut 7 Milliarden Franken.

 

 

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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