Kritik an SNB-Präsident aus den eigenen Reihen

Der frühere Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank, Ulrich Kohli, geht mit der SNB-Führung ungewöhnlich hart ins Gericht.

Nachdem die SNB durch ihre Intervention zur Stützung des Euro einen Buchverlust von 11,3 Milliarden Franken erlitten hat, erhebt der früherer SNB-Chefökonom Ulrich Kohli zwei Vorwürfe an die Adresse der heutigen Nationalbank. Das berichtet die Zeitung «Sonntag».

Erstens hält Kohli diese Interventionen am Devisenmarkt grundsätzlich für falsch: «Die Situation ist bedenklich. Mit ihren massiven Interventionen bis Anfang Juni hat die SNB vor allem die Spekulation alimentiert. Es hat ja nichts genützt.»

Zweitens hält er den jetzigen Zeitpunkt für die Diversifikation der immensen Devisenreserven für falsch. Kohli hatte im vergangenen Jahr die SNB verlassen und lehrt heute an der Universiät Genf.

Zeitpunkt zum Verkauf verpasst

Trotz des Tiefststandes des Euros von 1.30 Franken steht die Nationalbank scheinbar unter Druck, ihre Euro-Bestände, die 70 Prozent ihres Währungsportefolios ausmachen, in andere Währungen umzuschichten.

«Es wäre besser gewesen, wenn die SNB das sofort getan hätte, so Kohli weiter. «Sowohl der US- wie auch der kanadische und der australische Dollar oder der Yen sind deutlich von ihren Tiefstpunkten entfernt und bergen ein Abwertungspotenzial.»

Zu früh gekauft

Auch eine Notenbank dürfe kein Geld zum Fenster hinauswerfen, sagte der angesehene Ökonom weiter. «Wenn schon, wäre der Zeitpunkt für Interventionen jetzt gekommen. Im Mai ging es der Wirtschaft nicht schlechter. Doch jetzt kann die Nationalbank nicht mehr.»

Die SNB hat die Euro vor allem zu Kursen von Fr. 1.50, 1.43 und zuletzt im Mai bei 1.40 gekauft. Allein in diesem Monat hat die SNB für rund 80 Milliarden Franken Euro gekauft – das sind rund 15 Prozent des BIP. «Wieso konnte man da nicht mit 1.40 Franken pro Euro leben, soll es aber jetzt bei 1.30?», moniert Kohli.

Franken darf kurzfristig steigen

Damit die SNB ihren Handlungsspielraum wieder erlangen kann, muss laut Kohli in Kauf genommen werden, dass der Franken kurzfristig weiter im Wert steigt. Kohli ist überzeugt: «Wenn die SNB konsequent vom Devisenmarkt abstinent bleibt, dann werden die Hedge Funds müde werden, und es wird eine Normalisierung geben.» Diese Normalisierung sieht er rund um einen Kurs von Fr. 1.40.

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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