Viele Boni funktionieren noch nach alten Regeln

Die Bonidiskussion hatte noch keine dramatische Auswirkung auf die Konti der Banker. Der Grund: Die neuen Regeln sind noch nicht umgesetzt. Die verschärften Regel für die Bezahlung der Mitarbeiter sind von den Banken in der Schweiz, Österreich und Deutschland noch nicht vollständig umgesetzt worden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Towers-Watson.

Boni fliessen immer noch

Nur 40 Prozent der befragten Banken hatten das Salärsystem den neuen Vorschriften vollständig angepasst. Sie sehen vor, dass die Boni  stärker an den langfristigen Erfolg geknüpft werden. Weitere 40 Prozent sind noch dabei die neuen Regeln umzusetzen.

Noch gar nicht mit der Umstellung begonnen haben 20 Prozent der Banken. Schuld daran ist die Rechtsunsicherheit, weil die Gesetzgebung noch im Gang ist, sagte Werner Klein von Towers-Watson.

Heterogene Bounsentwicklung

Während die Gehälter der Bankangestellten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in 2010 wieder überwiegend mit ein bis drei Prozent Steigerung angepasst werden, zeigt sich die Entwicklung der Bonusvolumina in der Rückschau für 2009 äußerst heterogen.

Aufgrund der divergierenden Geschäftsentwicklungen reicht die Spanne über Kürzungen von mehr als 25 Prozent bis zu Steigerungen von mehr als 25 Prozent.

 

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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