Lombard Odier schnappt sich vier UBS-Banker

Für die Genfer Privatbank ist die Zeit reif, sich in Asien als attraktive Alternative zu den grossen Instituten auf dem Arbeitsmarkt zu empfehlen. Darum wird jetzt expandiert.

Insgesamt konnte Lombard Odier jüngst gleich fünf erfahrene Kundenberater in Hongkong von der Konkurrenz abwerben, davon vier von der UBS. Weitere Anstellungen sind geplant, zumal die Präsenz in Asien markant ausgebaut werden soll, wie aus der Bank zu vernehmen ist.

Bei den vier Ex-UBS-Leuten, handelt es sich um: Philippe Adler, Dominik Fürst, Tanya Ward, und Doreen Tan; ergänzend dazu stösst noch Barbara Wang zu Lombard Odier. Sie war zuletzt für das asiatische Family Office ‹W Capital Group› tätig. finews.ch hat den Abgang von Dominik Fürst unlängst vermeldet.

«Product-Pushing vorbei»

Lombard Odier hat in Asien regionale Büros in Hongkong, Singapur und Tokio und beschäftigt insgesamt rund 60 Personen. In dem Markgebiet verwaltet die Bank rund 5 Milliarden Dollar an Kundengeldern, wie Philip Jehle, Managing Director für Nordasien, gegenüber der Branchenzeitschrift «AsianInvestor» unlängst erklärte. Und diese Summe wolle man noch «substanziell» steigern.

Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten Neuanstellungen zu bewerten. Weitere sollen folgen, wie es heisst. Für Jehle stimmt nun der Zeitpunkt, gute Leute von grösseren Konkurrenten abwerben zu können, zumal die «Tage des Product-Pushing» in der Branche vorbei seien und stattdessen echtes (Swiss) Private-Banking von erfahrenen Kundenberatern gefragt sei.

China hat noch Zeit

«Erfahrene Private Banker sind heute viel eher bereit, zu kleineren Banken zu wechseln, wo der Kunden noch im Fokus steht», sagt Jehle. Ein solcher Wechsel sei zwar immer noch ein mutiger Schritt. Doch vielen Bankern falle es nun leichter, diese Chance beim Schopf zu packen.

Vorderhand will Lombard Odier keine weitere Niederlassung in Asien eröffnen. Auch China steht derzeit nicht auf dem Radar.

«Wir sehen eine Menge Leute, die nun in China Fuss fassen. Doch für uns ist es noch zu früh, angesichts unseres Leistungsangebots.» Lombard Odier zielt vor allem auf sehr vermögende Kunden. «Wir werden dorthin expandieren, wenn der Zeitpunkt reif ist», sagt Jehle.

Asiatischer Partner?

Auf die Frage, ob Lombard Odier mittelfristig auch einen Partner und Teilhaber in Asien stationieren werde, sagte Jehle, dass dies durchaus Sinn machen würde. Doch um eine Persönlichkeit zu gewinnen, müsse man sehr situativ vorgehen.

 

 

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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