Jobs: Steht die CS auf die Bremse?

Die UBS zieht der Credit Suisse davon: Sie gibt Gas und sucht ständig mehr Personal. Die CS hingegen drosselt die Personalsuche – vorab in der IT.

 

Wirft das Ergebnis im Investment-Banking fürs dritte Quartal seinen Schatten voraus? Die Entwicklung der offenen Stellen der UBS und der Credit Suisse laufen seit drei Monaten noch stärker auseinander als die Aktienkursentwicklung (Credit Suisse legten keine fünf Prozent zu, während die UBS-Titel 20 Prozent avancierten). Die UBS sucht auf ihrer Website für die Schweiz derzeit fast 600 Mitarbeiter. Die CS hat noch 340 Stellen ausgeschrieben.

Ohne Entry-Level-Jobs noch deutlichere Unterschiede

Jobentwicklung_UBS_CSZum ersten Mal seit dem Sommer 2009 zeigt sich seit Juni nun eine sinkende Tendenz. Besonders treten die Unterschiede zwischen UBS und CS zu Tage, wenn man ihr Angebot ohne Entry-Level-Jobs für Hochschulabsolventen, Praktika und Lehrstellen betrachtet (siehe Grafik). Eine Analyse des Stellen- und Informationsportals JobDirectory.ch zeigt, dass die UBS im August/September quasi eine Stabilisierung auf hohem Niveau erreicht hat. Die CS hingegen ist seit der Spitze im Juli auf dem Rückzug. Sie offeriert jetzt ohne Entry-Levels nur noch etwa halb so viel wie die UBS.

Bei der CS sinkt IT-Anteil massiv

Stark gesunken ist vor allem das Jobangebot im Informatik-Bereich. Die ganze CS-Gruppe suchte online Ende September von insgesamt 340 Jobs nur noch knapp 30 Leute für die IT in der Schweiz. Am Markt war gar zu hören, die Bank habe einen Einstellungsstopp in IT-Bereich verhängt. Die CS hat zu einer Anfrage von finews.ch dazu keine Stellung bezogen. Die UBS will den IT-Bereich zurzeit um 105 Mitarbeiter aufstocken. Bei der UBS ist damit auch der Anteil der IT-Jobs höher, sucht sie doch derzeit in der Schweiz rund 580 Personen.

CS-CIO: «Dem Recruiting auch die nötige Aufmerksamkeit auf Managementebene widmen»

In einem Interview in der Handelszeitung von letzter Woche hat Claude Honegger, CIO der Credit Suisse Schweiz, für 2011 eine Verdoppelung der Informatiker-Lehrstellen auf 100 angekündigt. Gemäss Honegger beschäftigt die CS  in der Schweiz in der Informatik über 4'500 Personen. Jeder vierte bis fünfte Mitarbeitende der Credit Suisse arbeitet im IT-Bereich.

In dem Zeitungsinterview finden sich keine Hinweise auf einen Wechsel der Gangart der CS im IT-Recruiting. Das Recruiting von IT-Spezialisten habe einen hohen Stellenwert, sagte Honegger. Allerdings müsse man «die ganze Sache strategisch angehen und dem Hiring and Recruiting auch die nötige Aufmerksamkeit auf Managementebene widmen.»

Offene Stellen von UBS und Credit Suisse finden Sie auf JobDirectory.ch.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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