UBS meldet den Abgang von John Cryan

Der Finanzchef der UBS trete «aus persönlichen Gründen» zurück, teilte die Bank mit. Zudem holt die UBS Sergio Ermotti, der bisher bei UniCredit war.

«Group Chief Financial Officer John Cryan hat sich entschieden, Ende Mai 2011 aus persönlichen Gründen von dieser Position zurückzutreten und andere Interessen ausserhalb von UBS zu verfolgen»: Dies meldet die UBS am Freitag abend.

John.Cryan.kleinErsetzt wird John Cryan (links) durch Tom Naratil. Dieser ist seit 2009 als Chief Financial Officer und Chief Risk Officer von Wealth Management Americas tätig. Naratil tritt das neue Amt als Konzern-Finanzchef offiziell am 1. Juni 2011 an. Während der Übergangsphase sollen er und John Cryan eng zusammenarbeiten, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten.

Tom Naratil ist 49 Jahre alt, US-Bürger und besitzt einen MBA in Wirtschaftswissenschaften der New York University und einen BA in Geschichte der Yale University. Seit 1983 arbeitete er bei PaineWebber respektive UBS, seit 2000 hatte er diverse Senior-Management-Positionen bei der Schweizer Bank inne, unter anderem als Leiter der Auction Rate Securities Solutions Group während der Finanzkrise 2008. Er amtete ausserdem als Global Head of Market Strategy and Development und war Mitglied des Executive Committee von Global Wealth Management & Business Banking.

«Hervorragender Beitrag»

Zum Abgang von John Cryan lässt sich Konzernchef Oswald Grübel zitieren mit dem Satz: «Ich möchte betonen, dass John Cryan für UBS einen hervorragenden Beitrag geleistet hat. Inmitten der Finanzkrise nahm er 2008 den Posten als Group CFO an, und sein Fachwissen und seine Kompetenz waren entscheidend für den Wiederaufbau der Finanzstärke von UBS. Er hat sich dadurch grosse Anerkennung erarbeitet, sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Bank. Ich danke ihm für sein Engagement zugunsten UBS.»

Zudem meldet die UBS, dass sie Sergio Ermotti(Bild oben) engagieren konnte. Er soll ab 1. April als Chairman und CEO Europe, Middle East and Africa (EMEA) in die Konzernleitung eintreten.

In seiner neuen Funktion bei UBS wird Sergio Ermotti dafür verantwortlich sein, in der Region EMEA über alle Unternehmensbereiche hinweg das Wachstum zu steuern, die Zusammenarbeit zu fördern sowie die Profitabilität und regulatorische Compliance sicherzustellen.

London Stock Exchange, Merrill Lynch, Bank Austria...

sergio.ermotti

Ermotti, 50, kommt von UniCredit, wo er als Group Deputy Chief Executive Officer für die strategischen Geschäftsbereiche Corporate and Investment Banking sowie Private Banking verantwortlich war.

Er zählte unlängst zu den Favoriten für die Nachfolge von UniCredit-Konzernchef Alessandro Profumo – Ende September wurde ihm jedoch Federico Ghizzoni vorgezogen.

Ermottis Einstieg bei UniCredit erfolgte 2005 als Head of Markets & Investment Banking Division. Zwischen 2001 und 2003 war er als Co-Head of Global Equity Markets und als Mitglied des Executive Management Committee von Global Market & Investment Banking bei Merrill Lynch tätig.

Ermotti, ein Schweizer Bürger, amtet auch als Non-Executive Director der London Stock Exchange. Zudem ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der UniCredit Bank AG (Bayerische HypoVereinsbank AG) und Mitglied des Aufsichtsrats der UniCredit Bank Austria sowie der Bank Pekao SA.

Der Tessiner, wohnhaft in Lugano, verfügt über das eidgenössische Diplom als Bankfachexperte und ist Absolvent des Advanced Management Program der University of Oxford.

«Mit seinem hervorragenden Leistungsausweis sowie seinen fundierten Branchenkenntnissen und Führungsqualitäten wird Sergio Ermotti mein Managementteam sehr gut ergänzen», sagt Oswald Grübel. «UBS wird in der Region EMEA von seinem grossen Wissen in der Finanzdienstleistungsbranche profitieren.»

Sowohl Ermotti als auch Naratil sollen von Zürich aus arbeiten.

Hier finden Sie ein jüngeres Interview mit Sergio Ermotti, erschienen in der «Bilanz».

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News