Marcel Rohner zieht sein Comeback durch

Marcel_RohnerJetzt geht es Schlag auf Schlag. Der frühere UBS-Konzernchef übernimmt erstmals wieder eine Top-Funktion in der Schweizer Finanzbranche.

Marcel Rohner (Bild) soll Verwaltungsratsmitglied der Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) werden, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Dabei soll er auch in den Verwaltungsratsausschuss gewählt werden.

Die UBP wurde 1969 von Edgar de Picciotto gegründet und verwaltet heute rund 72 Milliarden Franken an Kundengeldern. Sie war in der Vergangenheit verschiedentlich Gegenstand von Ermittlungen in Sachen Geldwäscherei und geriet jüngst auch in den Strudel der Madoff-Affäre. In der Folge musste sie einen hohen Abschreiber tätigen und zählte zu den ersten Instituten weltweit, die sich über eine finanzielle Abfindung mit dem amerikanischen Konkursverwalter Irving Picard einigten.

Förmliche Erklärung

Damit Rohner die neue Funktion bei der UBP übernehmen konnte, musste er gegenüber der Finanzmarktaufsicht (Finma) eine förmliche Erklärung abgeben, wonach er seinerzeit keine Kenntnisse von den nach Schweizer Aufsichtsrecht relevanten Pflichtverletzungen bei der UBS hatte.

Für den 46-jährigen Rohner zählt die Übernahme des VR-Mandats bei der UBP zur schrittweisen Rückkehr ins Wirtschaftsleben. Bereits Anfang Dezember 2010 war bekannt geworden, dass der frühere UBS-Top-Banker Verwaltungsrat der Transportfirma von Ulrich Giezendanner in Rothrist im Kanton Aargau werde, wie damals die «Aargauer Zeitung» meldete.

Einstieg bei Thomas Matter

Mitte Dezember war überdies bekannt geworden, dass Rohner 5 Prozent am Aktienkapital von Thomas Matters «Neuen Helvetischen Bank» übernommen hatte.

Marcel Rohner war wie erinnerlich von Mitte 2007 bis Februar 2009 oberster Chef der UBS. Er wurde durch Oswald Grübel abgelöst. Seit April 2010 ist Rohner überdies Verwaltungsratspräsident der Immobilienfirma Löwenfeld in Lenzburg AG. Geschäftsführer ist Rohners Schwiegervater.

Mandat bei Exigen Capital

Ausserdem sitzt Marcel Rohner im Advisory Board der amerikanischen Private-Equity-Firma Exigen Capital; zusammen mit dem Schweizer Investor Daniel Aegerter sowie dem früheren Deutsche-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke.

 

 

 

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BDO übernimmt govAccess

Die in der Unternehmensberatung tätige Firma BDO übernimmt die govAccess GmbH, eine auf internationale Human Resources-Dienstleistungen spezialisiertes Gesellschaft mit Sitz in Zürich. BDO setzt mit dieser Übernahme gemäss eigenen Angaben ihre Positionierung im Grosskundenmarkt fort.

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Der Asset Manager ist einer der Investoren des neuen S-Bahnnetzes der australischen Metropole Sydney. Die gesamte Investitionssumme beläuft sich auf rund 3,7 Milliarden Dollar und Partners Group soll rund 20 Prozent am Projekt halten. Weitere 20 Prozent sollen dem australischen Infrastruktur-Manager Palisade Investment Partners und der MTR Gruppe in Hongkong gehören.

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Die Carmignac-Gruppe erhält Zugang zum chinesischen Onshoremarkt. Diese Zulassung wird von der China Securities Regulatory Commission (CSRC) im Zusammenhang mit Lockerungsmassnahmen für Investitionen in China erteilt und ermöglicht den Zugang zum Markt für auf RMB lautende A-Aktien und lokale Anleihen.

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Simon Vanstone, Europa-Chef beim US-Vermögensverwalter Vanguard und Leiter des institutionellen Geschäfts in London, ist im Alter von 53 Jahren unerwartet verstorben. Weitere Angaben machte Vanguard nicht.

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Die Schwyzer Kantonalbank hat eine Beteiligung der Nova Vorsorge gekauft und geht mit dem Vorsorgespezialisten eine strategische Zusammenarbeit ein. Bankkunden sollen in Zukunft massgeschneiderte Vorsorgelösungen angeboten werden. Die Schwyzer Kantonalbank wolle in den kommenden fünf Jahren zu der Vorsorgespezialistin in ihrer Marktregion werden, hiess es.

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Die Schweizerische Nationalbank beläst ihr Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0 bis 0,25 Prozent. In ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung bekräftigten sie zudem, den Mindestkurs des Euro gegen den Franken mit aller Konsequenz durchzusetzen. Sie bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.

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Das Institut senkt die Zinsen auf Einlagen. Ab dem 1. November erhalten Postfinance-Kunden auf dem Geld in ihren Privatkonti noch 0,01 Prozent Zins. Auf dem Vorsorge 3a-Konto sind es noch 1,125 Prozent. Grund für die Senkung seien die anhaltend tiefen Zinsen an den Finanzmärkten.

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Der Nationalrat will Diebe von Bankkundendaten härter bestrafen und auch Käufer ins Visier nehmen. Er hat am Dienstag als Erstrat entsprechende Gesetzesänderungen gutgeheissen. SP und Grüne waren dagegen. Künftig sollen Datendiebe mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden können, wenn sie die Daten verkaufen. Bislang galt die Höchststrafe von drei Jahren.

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