Stefan Keitel: «Volatilität in den EM wird geringer»

Stefan-Keitel.neuDer Chief Investment Officer der Credit Suisse stellt den Aktienmärkten in den Schwellenländern eine gute Prognose.

Aus struktureller Sicht ist Keitel fest überzeugt, dass die Emerging Markets weiterhin Potenzial haben. Die zahlreichen strukturellen Vorteile würden eine strategische Outperformance zur Folge haben. Er rechnet «fest damit», dass die Volatilität in den Emerging Markets im Vergleich zur Vergangenheit geringer sein wird. «In einem breiten Vergleich gehen wir daher davon aus, dass sich das Risiko-Ertrags-Verhältnis von Anlagen in die Emerging Markets künftig noch verbessern wird».

Keitel würde allerdings nicht nur das Jahr 2011 betrachten. Aus taktischer Sicht könne es leicht möglich sein, dass es zu keiner erkennbaren Outperformance der Emerging Markets im Vergleich zu den Industrieländern kommt, sagt er in einem Interview im «Credit Suisse Newsletter». Das hänge mit dem Inflationsdruck zusammen, der in Ländern wie China oder Indien bereits zu spüren ist. Die Furcht vor Zinserhöhungen könne temporär auch eine Bremswirkung auf die Emerging Markets haben. 

CIO Keitel empfiehlt in neutralen Phasen oder nach Rückschlägen Zukäufe. Von einer Absicherung der Engagements in Lokalwährungen rät er ab.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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