Was Brady Dougan mit seinen 70 Millionen Franken macht

In einem Interview äussert sich der Credit-Suisse-Chef erstaunlich offen über sein Gehalt und die Gründe, warum man die Stelle wechselt.

Das Interview führte die «Berner Zeitung» am Rande eines Besuchs in der CS-Region Bern, die unter der Leitung von Hans-Ulrich Müller steht. Der 51-jährige Dougan wird in dem Interview als erstaunlich cool, höflich und gelassen beschrieben.

Aber auch irgendwie unverbindlich, wie Journalisten feststellen. Und nie gebe er seinem Gegenüber zu verstehen, dass er nun genug über dieses Thema gesprochen habe.

Programm wertlos verfallen

Auf die Frage, was er mit den 70 Millionen Franken, die ihm aus einem fünf Jahre alten Bonusprogramm zufliessen, machen würde, sagt er: «Zuerst bezahle ich viel Steuern. Zudem steckt ein grosser Teil der Entschädigung in Form von Aktien im Unternehmen. Und dies ist keine Einbahnstrasse: Ich hatte im Jahr 2006 Geld in das von der Credit Suisse lancierte zweite PIP-Optionsprogramm investiert. Das Programm ist in diesem Frühling wertlos verfallen.»

In dem Gespräch betont Dougan auch, dass gute Leute in der Finanzbranche ihren Preis hätten. Darauf folgt dann die Frage: Würden Sie denn die Credit Suisse verlassen, wenn Sie nur noch 5 Millionen Franken verdienen würden?

«Unsere Mitarbeiter sind begehrt»

Und Dougans Antwort lautet eher ausweichend: «Bei einem solchen Entscheid spielt nicht nur der Lohn eine Rolle. Da sind andere Faktoren auch ganz wichtig. Entscheidend ist beispielsweise, dass die Mitarbeiter gut geführt werden, dass ihnen die Arbeit Freude bereitet und dass sie stolz auf ihren Arbeitgeber sind. Wie loyal auch immer ein Mitarbeiter sein mag: Erreicht der Lohnunterschied ein gewisses Ausmass, dann wechselt der Mitarbeiter zur Konkurrenz. Und ich kann Ihnen versichern: Unsere Mitarbeiter sind begehrt bei global tätigen und bei Schweizer Banken.»

Lesen Sie das ganze Interview unter diesem Link.

 

 

 

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