Ist die CS in russischen Steuerskandal verwickelt?

Ein zwielichtiger russischer Geschäftsmann soll kriminelles Geld im Wert von 20 Millionen Franken bei der Credit Suisse deponiert haben.

Ausgangspunkt dieser Nachricht ist die Firma Hermitage Capital Management, die lange Zeit als engagierte Investorin in Russland aktiv war. Doch irgendwann geriet sie in Ungnade und wurde von den Behörden massiv unter Druck gesetzt.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Schliesslich wurde sie von russischen Mittelsmännern übernommen, die wiederum angeblich zu viel bezahlte Steuern bei den Behörden geltend machten, wie das Schweizer Fernsehen in ihrer Sendung «Rundschau» berichtete.

Als Drehscheibe gilt dabei ein Mann, dessen Frau bei den Steuerbehörden arbeitet, die wiederum das geforderte Geld postwendend auszahlten. Über diesen Mittelsmann gelangte dann ein Teil davon in die Schweiz auf ein Konto der Credit Suisse, wo es für unter anderem für Immobilienkäufe in Dubai und London verwendet wurde – nun ermittelt die Bundesanwaltschaft.

Verdacht auf Geldwäscherei

Der Verdacht liegt nahe: Korrupte russische Steuerbeamte könnten über die Schweizer Grossbank Geld gewaschen haben, die den russischen Steuerzahlern gehören.

Die Schweizer Grossbank ist sich keines Vergehens bewusst. «Die Credit Suisse hält sich an alle geltenden Gesetze und Vorschriften, einschliesslich jener, die sich auf die Verhinderung von Geldwäscherei, Sanktionen und Terrorismusfinanzierung beziehen», liess sie gegenüber dem Schweizer Fernsehen ausrichten. Vor der Kamera nahm niemand Stellung.

Den erwähnten TV-Beitrag finden Sie unter diesem Link.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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