Können Finanztitel trotz Krise attraktiv sein?

Der Fondsmanager Tal Eloya von Fidelity investiert auf Grund von Einzeltitelanalysen und anhand von Wirtschafts- und Branchendaten.

«Banken repräsentieren mehr als die Hälfte der Marktkapitalisierung der Finanzindustrie. Deshalb bleibt die Auswahl aussichtsreicher Kreditinstitute der Schlüssel zum Erfolg», sagt Tal Eloya. Gegenwärtig richtet er seinen Fokus auf Banken, die sich hauptsächlich ihrem Kerngeschäft widmen. «In den Ländern, in denen sie aktiv sind, dürfen sich keine Blasen gebildet haben. Und die von den Banken vergebenen Kredite müssen mit Einlagen abgesichert sein», erklärt Eloya.

Geldhäusern aus einigen Schwellenländern schenkt Eloya deshalb grosse Aufmerksamkeit. Trotz nachlassender Konjunktur seien die Wachstumsprognosen für Länder wie Indien und Brasilien besser als für viele westliche Industriestaaten. Die jeweiligen Bankensysteme seien intakt, und es gebe gut geführte Institute mit einer soliden Kapitalausstattung.

Grosse Namen aussen vor

Kurs-/Gewinn-Verhältnisse hält Eloya derzeit nur bedingt für aussagekräftig. «Deutliche Kurskorrekturen im vergangenen Jahr lassen manchen Titel zwar günstig erscheinen. Wegen des Abschreibungsbedarfs auf faule Wertpapiere, die viele Banken noch in ihren Bilanzen stehen haben, sind die Bewertungen aber teilweise verzerrt», sagt Eloya.

Die Aktien von einer Reihe westlicher Investment- und Geschäftsbanken seien weniger wert als sie auf den ersten Blick erscheinen. Geldhäuser mit grossen Namen fielen daher durch das Raster. Der Fondsmanager hatte weder in die Pleite gegangene Investmentbank Lehman Brothers noch in Bear Stearns, Citigroup, Royal Bank of Scotland, HBOS, Barclays, Fortis, AIG, Morgan Stanley, Wachovia und Washington Mutual investiert.

Eine Bank, die Eloyas hohe Anforderungen erfüllt hat, ist Mizrahi Tefahot. Die grösste Hypothekenbank Israels profitiert davon, dass es auf ihrem Heimatmarkt keine Immobilienblase gibt und dass die Landeswährung stabil ist.

Bei den nationalen Bankensystemen achtet er vor allem auf das Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen sowie auf die Zentralbankpolitik. Nur bei positiven Vorzeichen kommt ein Investment infrage. Sein Portfolio umfasst 50 bis 60 Titel.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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