Mehr unzufriedene Auslands-Kunden

Offenbar häufen sich die Fälle, wo Banken ausländischen Kunden den Zugang zu ihren Vermögenswerten in der Schweiz erschweren.

Dass sich die Schweiz und ihre Banken um Lösungen für die Offshore-Problematik bemühen, kriegen auch viele ausländische Bankkunden zu spüren: Denn offenbar bekommen mehr und mehr Kunden Schwierigkeiten, auf ihre Konti zuzugreifen.

Betroffen sind vor allem Personen aus den USA respektive mit Green Card – oder aber Kunden aus Deutschland.

Wie «Bloomberg» meldet, erreichte die Zahl der Klagen ausländischer Kunden beim Bankenombudsman im ersten Halbjahr einen Rekordwert – mit 44 Fällen wurde das Niveau des gesamten Vorjahres bereits überholt.

Wie Bankenombudsman Hanspeter Häni zu «Bloomberg» sagte, hat er es dabei mit einer neuen Art Vorwürfe zu tun. Schweizer Banken neigen offenbar dazu, einzelnen Kunden den Zugang zu den eigenen Konti zu erschweren. «Ob die Banken dazu berechtigt sind, lässt sich nicht klar beantworten», sagt Häni.

Ein Thema sind zudem die massiv höheren Honorare, welche die Banken von Kunden mit Wohnsitz im Ausland verlangen.

Weder UBS noch CS noch Julius Bär noch Wegelin wollten Stellung nehmen. Ein ZKB-Sprecher sagte, «Vermögenswerte ohne zwingenden Grund zu blockieren» sei «nicht Geschäftspolitik der Zürcher Kantonalbank.»

 

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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