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UBS: Gut 11 Millionen Franken für die zwei Neuen PDF Drucken Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen
Mittwoch, den 11. März 2009 um 11:05 Uhr

Investmentbanking-Chef Jerker Johansson und Chefjurist Markus U. Diethelm erhielten im letzten Jahr mehr als 11 Millionen Franken.

Die Vergütungen für Marcel Ospel beliefen sich für die Jahre 2008 und 2009 auf gesamthaft 2,3 Millionen Franken; davon entfielen 834'000 Franken aufs Jahr 2008. Dies lässt sich dem Geschäftsbericht der UBS entnehmen. Ospel war im April letzten Jahres als Verwaltungsratspräsident der UBS zurückgetreten.

Marcel Ospel sowie seine Vizepräsidenten Marco Suter und Stephan Haeringer hatten im November bekanntgegeben, auf Zahlungen von insgesamt 33 Millionen Franken verzichten zu wollen. Wie sich nun zeigt, erhielten sie jetzt zusammen immer noch 10 Millionen Franken.

Denn das für 2008 und 2009 offene Gehaltspaket enthält neben den 2,3 Millionen für Ospel auch 3,9 Millionen Franken für Stephan Haeringer sowie 3,8 Millionen Marco Suter.

«Eine marktübliche Praxis»

Wie der Geschäftsbericht weiter zeigt, erhielten Investmentbanking-Chef Jerker Johansson (Bild, oben) und der neue Group Legal Counsel Markus U. Diethelm (unten) über 11 Millionen Franken. Beide hatten im Verlaufe des Jahres bei der UBS angefangen – Johansson kam im Februar von Morgan Stanley, Diethelm wechselte im September von Swiss Re zur UBS.

Dass beide für die kurze Zeit derartige Vergütungen erhalten, erklärt die Bank «als Ersatz für aufgrund ihrer Anstellung bei der UBS verfallene Vergütungen sowie Sach- und Zusatzleistungen aus ihren früheren Arbeitsverhältnissen». Dies entspreche «einer marktüblichen Praxis». Die Summe spiegelt also auch, welches Gehaltsniveau noch 2008 bei der Swiss Re beziehungsweise bei Morgan Stanley herrschte.

Johansson und Diethelm bekamen einen Barbetrag von 370'000 Franken plus 574'432 Aktien, deren Marktwert sich am Zuteilungsdatum auf 10.7 Millionen Franken belief. Hinzu kamen insgesamt 77'000 Optionen.

Peter Kurer erhielt letztes Jahr 1,56 Millionen Franken; Ospels Nachfolger auf dem Präsidentstuhl hatte sein Salär selber stets mit 2 Millionen beziffert – der Unterschied erklärt sich aus seinem Amtsantritt erst im Frühling.

500'000 mehr für 5 Verwaltungsräte

Insgesamt sank die Honorarsumme für den Verwaltungsrat: Sie belief sich auf 10,26 Millionen Franken, das waren 1,2 Millionen weniger als 2007.

Andererseits konnten gleich mehrere Verwaltungsräte der UBS ihre Vergütungen steigern: Fürs letzte Jahr erhielt Ernesto Bertarelli 525'000 Franken (in Aktien), nachdem er 2007 noch 475'000 bekommen hatte. UBS-Vize Sergio Marchionne wurden 775'000 Franken in Aktien zugeteilt, im Vorjahr waren es 575'000 gewessen.

Ebenfalls über Steigerungen freuen konnten sich Helmut Panke (von 575'000 auf 625'000 Franken), Peter Voser (von 625'000 auf 725'000 Franken) sowie Jürg Wolle (von 475'000 auf 625'000, jeweils zur Hälfte in Aktien).

Die Daten finden sich hier – in der deutschen Version auf Seite 250ff.

 


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Kommentare 

 
#14 Groll Stephan 2009-03-14 16:48
Aus dem Geschäftsberich t 2008 der UBS

Vergütungen 2008
Die Gesamtvergütung en für die obersten Führungskräfte
ging um 77% zurück.
Aufgrund der negativen Finanzperforman ce von UBS im
Jahr 2008 wurden weder dem Verwaltungsrats präsidenten,
noch den vollamtlichen Mitgliedern des Verwaltungsrate s
und der Geschäftsleitun g leistungsabhäng ige Vergütungen
oder Aktienoptionen zugewiesen.

Wer es glaubt wird selig!
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#13 Rudolf Elmer 2009-03-12 12:20
Herr Jean Pierre,
Sicher ist es nicht richtig was die USA in dieser Sache geboten hatte. Auch ich greife die USA an und dies öffentlich mit meinem Bericht im Guardian in Sachen Carlyle. Viele Verursacher der Krise haben ihre Gelder aus Sicherheitsgrün den Offshore deponiert. Wir sprechen von USD 11,5 trillion und die Schweiz hält davon anscheinend 27 % gemäss Tagesnanzeiger-Statistik. Also die Schweiz ist klar Weltmeister im Verstecken der Gewinne von Verursachern zumindest zeigt dies meine Erfahrung. Ich habe auf Cayman, Isle of Man, Guernsey, Jersey und Mauritius, aber auch in London und New York gearbeitet. Ich denke, ich habe die Geldflüsse der Fonds, der Trusts, der Offshore Companies und der Alternativen Investments erlebt und auch als Täter auch mitgestaltet. Das ist einer meiner dunkelsten Lebensabschnitt e, den ich heute bereue, aber nichtsdestotrot z will ich auch wieder etwas gutmachen und ich habe dazugelernt. Heuchelei oder was auch immer, aber wenn die Gelder von eine Massenmörder, Betrüger, Brandstifter etc von den Behörden geschpützt werden, dann kann ich nicht mehr zusehen. Es muss nun offengelegt werden und Aenderungen müssen geschehen sonst wartet die Inflation, Stagflation oder sogar ein Zusammenbruch des System auf uns. Zu guter letzt noch die Faschisten und diese werden arbeitslose Freunde in der heutigen Zeit finden.

Die Frage des Schwarzgeldes ist nicht die Kernfrage. Die Kernfrage ist, ob die Schweiz in der Welt noch glaubwüridge ist mit den unethischen und unmoralischen Geschäftsmodell en zB. das Schweiz. Bankgeheimnis.
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#12 Liechtenstein geht in die Offensive 2009-03-12 08:46
Das Fürstentum Liechtenstein geht im internationalen Steuerstreit in die Offensive: Die Regierung bietet interessierten Staaten Abkommen über die Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und -hinterziehung an. Am Bankgeheimnis will sie festhalten.

(sda) Die Regierung in Vaduz veröffentlichte eine Erklärung, wonach sie die OECD-Standards für Transparenz und Informationsaus tausch in Steuerfragen akzeptiert und die internationalen Massnahmen gegen die Nichteinhaltung von Steuergesetzen unterstützt.

Die Erklärung wird auch vom Fürstenhaus unterstützt. Zudem ist sie mit allen wichtigen Vertretern der liechtensteinis chen Politik und Wirtschaft abgesprochen worden, wie die Stabstelle für Kommunikation und Öffentlichkeits arbeit mitteilte.
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Die geplanten bilateralen Abkommen zur Bekämpfung von Steuerbetrug und -hinterziehung sollen sogar über den OECD-Standard hinausgehen. Mit einzelnen Staaten wurden bereits Gespräche über solche Verträge geführt.
Bankgeheimnis wird nicht preisgegeben

Die Öffnung soll nicht auf Kosten des Bankgeheimnisse s gehen, an dem festgehalten wird. Das Bankkundengehei mnis darf laut Regierungschef Otmar Hasler aber nicht zur Unterstützung von Steuerkriminali tät missbraucht werden.

«Mit der heutigen Erklärung leisten wir unseren Beitrag zu einer gemeinsamen Lösung, die eine effektive Durchsetzung ausländischer Steueransprüche möglich macht und gleichzeitig die legitimen Interessen der Kunden unseres Finanzplatzes berücksichtigt» , wird Hasler in der Mitteilung zitiert.

Ein Abkommen über den Informationsaus tausch in Steuerfragen hat das «Ländle» bereits mit den USA abgeschlossen. Es tritt 2010 in Kraft und regelt die Amts- und Rechtshilfe bei Steuerbetrug und -hinterziehung ab dem laufenden Jahr.
Vom Image der Steueroase wegkommen

Der designierte Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher will die in der Erklärung formulierte Politik nach seiner Vereidigung Ende März mit konkreten Massnahmen umsetzen. Tschütscher kündigte bereits im Februar an, es sei absolut nötig, vom Image der unkooperativen Steueroase wegzukommen.

Liechtenstein figuriert seit Juni 2000 auf der OECD-Liste der Steueroasen. Auf dieser schwarzen Liste zu finden sind derzeit auch Andorra und Monaco.
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#11 Jean Pierre 2009-03-12 08:42
Ich kann Ihnen auf Englisch antworten, tue es aber nun auf Deutsch. Wie gesagt, ich hatte und habe mit diesen Geschäften nichts zu tun - im Gegensatz zu Ihnen.

Ich frage Sie aber: Ist es richtig, dass in den USA Menschen Häuser kaufen konnten, die sich das eigentlich nie leisten konnten? Ist es richtig, dass die zuerst genannte Subprime Krise nun dazu führt, dass Millionen von Menschen in Entwicklungslän dern ihren Job verlieren, teilweise an Hunger leiden? Ist es richtig, dass alles dies auch durch die USA verursacht wurden, indem sie bspw. regulatorisch resp. strafrechtlich versagt haben, wenn es um Fälschungen von Bankbelegen ging nur um jemanden ein Haus zu verschaffen?

Sagen Sie mir mal, wieviel Schwarzgeld in der Schweiz ist. Das ist doch letztlich die Kernfrage.
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#10 Jean Pierre 2009-03-12 08:37
Schauen Sie, die Welt ist zu komplex um Sie auf ein zwei Variablen und Faktoren zu reduzieren. Natürlich haben Sie recht in dem Sinne, dass es eine moralische Legitimation gibt, Steueroasen, resp. Länder welche die Steuerflucht fördern, anzuprangern und zu verurteilen. Nur, wie wir aus der Entwicklungshil fe wissen, finden Gelder, die dem Volk zugute kommen sollten, eben genau nicht den Weg zu diesem, sondern landen in korrupten Politikertasche n.

Ich sehe mich selbst nicht als Mittäter, ausser wenn Sie natürlich bereits meine Staatsangehörig keit der Schweiz als Grund hierfür sehen. Jedenfalls habe ich nichts mit solchen Vermögensverwal tungsgeschäften zu tun.

Wichtiger ist doch letztlich, dass es hier um Wettbewerbsfrag en geht. Wieso geht Gordon Brown nicht endlich gegen seine eigenen Oasen vor? Die USA haben mit Delaware eine schöne Oase. Doch Obama hatte diese noch nie erwähnt. Er setzt sich natürlich gegen aussen gegen andere ein, das ist dann wieder kein Problem.

Es geht letztlich allein um Interessen und Machtpolitik. Schmutzige Gelder, Ungerechtigkeit und Unmoral wird es immer gehen.
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#9 Rudolf Elmer 2009-03-12 06:31
Mr Jean Pierre,

here a litlle piece of my book "Pardise for some is the Paradise for None":

"Tell me what you find, sticking to your skin. Is it ink, is it starch paper, is it linen? No, it is sweat, it is blood. Money represents the sweat and blood of people: their hard work, their sacrifices waking up early, returning home late, missing the child’s school play, fighting their spouses, getting divorced, having accidents at work, experiencing depression, a sense of the repetitive pointlessness of life, suicide, early death. In your hand you hold human life. Those who cheat others out of money are stealing sweat and blood, are squeezing life out of people. Do we call them succubus, incubus, or vampires? All the while they wear a tie and starch white shirts, perfectly creased trousers, dark blue suits, and seamless skirts. And these people smell fresh from the box. And they look identical. Light is darkness and darkness is light – it becomes impossible to tell one from the other.

Since the time of Lady Macbeth, it has become so much easier to perfume a blood-stained little hand!"

Maybe this might be an eye-opener for you!
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#8 Rudolf Elmer 2009-03-12 04:57
Herr Jean Pierre, es geth um Ihre Steuergelder und es geht darum, dass Steueroasen massiv Drittweltländer schädigen. Ja, es ist nicht eigennützig und sie werden es erst verstehen, wenn sie einmal ein vor Hunger sterbendes Kind in den Armen gehabt haben. Dann vergessen Sie den Eigennutz und sie erkennen, dass andere Werte wichtiger sind und stellen sogar fest, dass sie auch Mittäter sind und waren. .Ich hoffe für Sie, dass darüber nachdenken.
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#7 Henry Meier 2009-03-12 01:08
Ich finde die Löhne absolut in Ordnung! Auch in schwierigen Zeiten braucht man fähige Leute.
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#6 Müller Peter 2009-03-11 22:56
Genau wegen solchen wie Jerker Johansson und Markus Diethelm ziehen Kunden Ihr Geld von der UBS ab. Solche masslos überbezahlten Manager WOLLEN WIR CH er NICHT MEHR!!!!! Ich verstehe nicht, dass dies die UBS Spitze nicht begreift? Erst wenn in der UBS Angestellte arbeiten, die sich mit anständigen Löhnen von 100'000 bis ev. 200'000 oder Maximal 500'000 Sfr zufrieden geben, bringe ich mein 3 a Konto wieder zur UBS, vorher sicher nicht! Diese Abzocker verlochen unsere Steuergelder! Hoffentlich wird Grübel alle diese Superbanker entlassen, damit die UBS gesunden kann!
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#5 Jean Pierre 2009-03-11 21:24
Herr Elmer, wenn Sie der gleiche sind, wie bspw. im Guardian zitiert wurde oder auch mal in Fokus 21, dann tun Sie Ihre Anstrengungen, um die Steueroasen aufzudecken nicht eigennützig.

Geben Sie doch zu, dass Sie einfach nicht zufrieden waren mit der Salärstruktur, die Ihnen Julius Bär offeriert hat.

Das heisst nicht, das ich gegen Sie etwas habe. Ich finde einfach Ihren Kampf ein wenig heuchlerisch. Ansonsten bin ich der Meinung, das schweizerische Bankkundengehei mnis ist anzupassen und dem Ausland in begründeten Fällen Rechtshilfe zu gewähren.
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