CS-Chef Schweiz: «Kreditnachfrage sinkt»

Viele Unternehmer stellen ihre Investitionen zurück. Eine Kreditverknappung erwartet Hans-Ulrich Meister deswegen aber nicht.

Die Credit Suisse habe im letzten Jahr ihr Kreditvolumen sogar ausgeweitet, sagte Hans-Ulrich Meister in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger. Sie vergab rund 4 Milliarden Franken mehr Kredite, das ist rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. 2009 hätten sich die Kreditanforderungen nicht verändert, sagte der Chef von «CS Switzerland» weiter.

Zu beobachten sei aber eine sinkende Nachfrage nach Krediten. Viele Unternehmen würden nun abwarten. Sie stellten ihre Investitionen zurück. Das spüre die CS etwa im Industrieleasing. Das Kreditvolumen gehe zurück, weil weniger Anträge gestellt würden, sagte Meister, der seit Herbst 2008 für die Schweizer Privat- und Geschäftskunden zuständig ist. Zuvor war er 20 Jahre lang bei der UBS tätig gewesen.

Credit Suisse mit 18 Risikoklassen

Weiter erklärte Meister, dass die Credit Suisse insgesamt 18 Risikoklassen kenne, um den Preis eines Kredits zu berechnen. Der Preis setze sich zusammen aus dem Zins für die Refinanzierung, der Risikoprämie, einer Marge und den Bearbeitungskosten, unabhängig vom Wirtschaftsgang. Umstufungen habe es bisher in Einzelfällen gegeben, da 2008 für viele Firmen noch ein gutes Jahr gewesen sei. Dieses Jahr erwartet Hans-Ulrich Meister jedoch mehr Umstufungen.

Gemäss weiteren Angaben ist in der Schweiz jedes dritte KMU Kunde der Credit Suisse. Meister betonte, dass die Grossbanken daher ein zentraler Faktor für die Wirtschaft seien. Dazu gehöre auch das viel debattierte Investmentbanking. Die Schweiz lebe vom Export. Darum seien viele Unternehmen auf Fremdwährungsüberweisungen, Absicherungsgeschäfte, Kapitalerhöhungen, Unternehmensanleihen oder auch Exportfinanzierungen angewiesen.

Investmentbanking - Schmiermittel für Export-KMUs

Diese Geschäfte könnten eine Kantonal- oder Raiffeisenbank in der Regel nicht besorgen. Grossbanken seien das Schmiermittel für exportorientierte KMU. «Alle, die das gefühl haben wir könnten ohne Investmentbanking exportieren, haben nicht verstanden, dass viele Firmen ihr finanzielles Netz verlieren würden», sagte Hans-Ulrich Meister.

 


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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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