Weitere Wechsel im UBS-Verwaltungsrat

Michel Demaré, Ann Godbehere und Axel Lehmann ersetzen Ernesto Bertarelli, Jörg Wolle und Gabrielle Kaufmann-Kohler im VR-Gremium.

 

Die Erneuerungskur bei der Schweizer Grossbank geht weiter. Die vorgeschlagenen Kandidaten sollen am 15. April 2009 an der Generalversammlung gewählt werden. Ebenfalls zur Wahl stellt sich Kaspar Villiger, der dann das Präsidium übernehmen soll.

Michel Demaré (geboren 1956) ist Belgier und Ökonom. Er begann seine Berufskarriere als Banker bei der Continental Illionis Bank of Chicago, später arbeitete er bei Dow Chemical und bei Baxter International. 2005 stiess er als CFO zum ABB-Konzern. Zwischen Februar und September 2008 fungierte er als CEO ad interim von ABB.

Ann F. Godbehere (1955) ist kanadisch-britische Doppelbürgerin und wohnt in Zürich. In der Schweiz bekannt wurde sie ab 2003 als CFO der Swiss Re, wo sie im Jahr 2007 ausschied, nicht zuletzt, weil es Differenzen mit dem damaligen CEO Jacques Aigrain gab. In der Folge wurde sie von der britischen Regierung angefragt, während der ersten Phase der Verstaatlichung von Northern Rock das Amt des CFO zu übernehmen.

Axel P. Lehmann (1959) ist Schweizer und zählt zu den führenden Versicherungsexperten in der Schweiz. Er ist Mitglied der Konzernleitung von Zurich Financial Services. Zum Konzern stiess er bereits 1996. Lehmann ist überdies Titularprofessor für Betriebswirtschaftslehre und Dienstleistungsmanagement an der Universität St.Gallen, ausserdem Präsident des geschäftsleitenden Ausschusses des Instituts für Versicherungswirtschaft.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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