Kurze Verweildauer auf der UBS-Chefetage

Bei Nestlé hat der durchschnittliche Top-Manager 23 Jahre Erfahrung in der Firma. Bei den Grossbanken ist die Verweildauer viel kürzer.

Mit kritischem Unterton stellt die britische Wochenzeitung «Financial News» fest, dass das Sitzleder auf der obersten Management-Ebene nicht besonders dick ist. Ganze 33 Monate betrage die durchschnittliche Verweildauer im Verwaltungsrat der UBS, merkt die Zeitung kritisch an.

Vier CEOs in vier Jahren

Sergio Ermotti, so heisst es weiter, sei zudem der sage und schreibe vierte CEO in gut vier Jahren. Auf der Ebene der Generaldirektion werden laut der Zählung der Zeitung schon nach 30 Monaten die Bananenkisten wieder gepackt.

Diese hohe Halbwärtszeit von zweieinhalb Jahren wird aber nur durch John Fraser (Leiter des Asset Managements während 10 Jahren) erreicht. Ohne dessen strapazierfähiges Sitzleder wäre die Turnaround-Zeit für Manager bei unter zwei Jahren.

Personalkarussel bei der Investment Bank

Wie das Branchenblatt weiter schreibt, ist das Personalkarussell bei der Investmentbank gänzlich im Overdrive. Die Top-20 bei der UBS Investment Bank sind durchschnittlich 19 Monate in dieser Führungsfunktion.

Immerhin haben diese Führungskräfte vor ihrer Berufung in die Chefetage durchschnittlich knapp 10 Jahre Erfahrung bei der UBS sammeln können. Fünf unter den Top-20-Managern sind allerdings noch keine zwei Jahre bei der Bank mit den drei Schlüsseln.

Mehr Kontinuität bei der CS

Das britische Bankenblatt setzte den Rechenschieber auch bei der Credit Suisse an. Dort bleiben Manager, die den Berggipfel erklettert haben durchschnittlich 42 Monate, währenddem Verwaltungsräte gar 84 Monate im Sessel verweilen. Doch «Financial News» relativiert das alles.

Vor der Finanzkrise hätten sich die Investmentbanken Bear Stearns und Lehman Brothers gebrüstet, auf der Top-Executive-Stufe über eine durchschnittliche Erfahrung von 10 Jahren zu verfügen. Wie wir inzwischen der Presse entnommen haben, führten diese Jahrringe in der Amtsführung nicht zu einem besonderen Weitblick.

Langjährige Erfahrung bei Nestlé

«Financial News» beschränkte sich beim Errechnen der durchschnittlichen Management-Erfahrung auf die Grossbanken. Ganz anders sieht es bei einem andern SMI-Konzern aus: So verfügen die 13 Mitglieder des Executive Board über insgesamt 301 Jahre Erfahrung in der Firma, also durchschnittlich 23 Jahre.

Kurt Schmidt und David Frick (ex CS) mit 3, respektive 5 Jahren im Dienst des Nahrungsmittelriesen sind gleichsam die Nesthäkchen in der Gruppenleitung.

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Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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