Clariden Leu schliesst personelle Lücken

Jimmy Lee Kong Eng soll die Credit-Suisse-Tochter in Asien wieder auf Erfolgskurs bringen. Stehen noch andere Änderungen an?

Die Schweizer Privatbank Clariden Leu hat einen neuen Leiter für die Region Asien ernannt. Er heisst Jimmy Lee Kong Eng und war die letzten viereinhalb Jahre bei der Deutschen Bank in Singapur tätig. Er ersetzt den bisherigen interimistischen Leiter Stefan Hausherr, der seine Funktion als Chef Operations und Leiter der Niederlassung Singapur aber behält.

Die Personalrochade geht letztlich auf einen massiven Handelsverlust in Asien zurück, den die CS-Tochter im vergangenen Jahr erlitt. Dabei musste eine Kundenposition von gut 190 Millionen Franken geschlossen werden. Als Konsequenz dieses Ausfalls wurden damals Asien-Chef Marco C. Nauli sowie Urs Brütsch, Leiter in Singapur, ausgewechselt.

Clariden Leu nach Gewinnrückgang unter Druck

Für Marco Nauli kam bereits im letzten November Erich Pfister, nun wird Jimmy Lee der starke Mann von Clariden Leu in Asien. Bei der Deutschen Bank leitete er zuvor ein 150 Personen starkes Private-Banking-Team. Noch früher arbeitete er bei der Credit Suisse sowie bei der Coutts Bank in Singapur. Wie Clariden Leu weiter betont, verfügt Jimmy Lee Kong Eng über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche, unter anderem auch als Private Banker bei J.P. Morgan und beim früheren Bankverein.

Der Wechsel in der Chefetage der CS-Tochter kommt zu einem Zeitpunkt, da möglicherweise bald weitere Veränderungen folgen werden. Der Grund: Im letzten Jahr schrumpfte der Gewinn bei Clariden Leu auf 212 Millionen Franken, nachdem er 2007 noch 626 Millionen Franken betragen hatte. Ausser an der Finanzkrise leidet das Unternehmen auch an seiner unklaren Positionierung.

Geschäftsleitung noch fest im Sattel?

Als CS-Tochter kann das Institut bei weitem nicht so unabhängig agieren, wie andere klassische Privatbanken. Ausserdem ist das Geldhaus bislang den Beweis schuldig geblieben, dass die Fusion der Bank Leu und der Clariden Bank tatsächlich ein Erfolg war. Seit letztem Herbst hat das Unternehmen denn auch sukzessive Stellen abgebaut.

Auf Anfang 2009 hat der frühere Zurich-Top-Manager Peter Eckert das Verwaltungsratspräsidium bei Clariden Leu übernommen. Unter den gegebenen Umständen keine leichte Aufgabe. Bereits wird denn auch darüber spekuliert, ob es in der Geschäftsleitung unter der Ägide von Hans Nützi zu weiteren personellen Veränderungen kommen könnte. Druck könnte unter anderem auch der seit Ende letzten Jahres beim Mutterhaus CS im Amt stehende Schweiz-Chef Hans-Ulrich Meister machen, der die Privatbank wieder mehr auf der Erfolgsstrasse sehen möchte.

Die Bank Clariden Leu hat auf ihrer Website derzeit 4 Stellen ausgeschrieben.


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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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