Clariden Leu: Zürcher Ständerat verliert VR-Sitz

Ein prominenter Zürcher Politiker verliert im Zuge der Integration von Clariden Leu in die Credit Suisse seinen Job als Verwaltungsrat.

Wie Recherchen von finews.ch ergaben, gehen im Zuge der «Abwicklung» von Clariden Leu insgesamt drei unabhängige Verwaltungsräte von Bord. Neben Präsident Peter Eckert, sind dies Felix Gutzwiller und Sergio Zoppi.

Der Basler Gutzwiller war von 1999 bis 2007 Mitglied des Nationalrats und von 2005 bis 2008 Fraktionspräsident der FDP. Im Jahr 2007 wurde er als Vertreter des Kantons Zürich in den Ständerat gewählt. Er kandidiert derzeit für eine weitere Amtsperiode.

Urgestein im Schweizer Banking

Gutzwiller gelangte im Jahr 2001 in den Verwaltungsrat der Bank Hofmann, welche 2007 in die Bank Clariden Leu fusioniert wurde.

Sergio Zoppi gehört zu den Urgesteinen in der Schweizer Bankbranche. Im Jahr 1977 trat er der Credit Suisse in Chiasso bei, wo er 1986 zum Zweigniederlassungsleiter ernannt wurde. 1997 wurde er zum Member of the Executive Board der Credit Suisse Private Banking ernannt und übernahm die Funktion des Leiters der Market Group zuständig für das Tessin, Italien, Türkei und Griechenland.

Jurist bleibt im Amt

Zoppi wurde 1999 in den Verwaltungsrat der BGP Banca di Gestione Patrimoniale gewählt. Anfang 2000 trat er in den Ruhestand, wobei er als Verwaltungsrat der Tessiner Bank weiterhin aktiv blieb, zuletzt als Vizepräsident. Später wurde er VR von Clariden Leu.

Während Eckert, Gutzwiller und Zoppi per sofort ausscheiden, bleibt als einziger unabhängiger Verwaltungsrat noch Peter R. Isler im Amt.

Nur noch vier Verwaltungsräte

Er ist seit 1981 Partner im Zürcher Advokaturbüro Niederer Kraft & Frey. Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Isler Lehrbeauftragter an der Universität Zürich und Mitglied der Anwaltsprüfungskommission des Kantons Zürich.

Es sei immer von Vorteil, einen Juristen im Verwaltungsrat zu haben, erklärte ein Sprecher der CS auf Anfrage von finews.ch. Darum verbleibe Peter Isler im Gremium bis zur vollständigen Auflösung von Clariden Leu.

Insgesamt umfasst der Verwaltungsrat nun: Hans-Ulrich Meister (Präsident), Peter R. Isler (Vizepräsident), Walter Berchtold (Vizepräsident) sowie Romeo Cerutti.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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