UBS: Die zwölf wichtigsten Botschaften

Am Investorentag kam es nicht zum grossen Bruch mit der Vergangenheit. Nachstehend die wichtigsten Aussagen von CEO Sergio Ermotti.

1. Wir streben eine Eigenkapitalquote (Tier 1 Common Equity) unter Basel III von 13 Prozent an. Ab 2013 wollen wir eine Eigenkapitalrendite von 12 bis 17 Prozent erwirtschaften. Diese Ertragsziele sind zweifellos ehrgeizig,

doch ich bin überzeugt, dass wir sie erreichen können.

2. Wir werden die risikogewichteten Aktiven des Konzerns um einen Drittel reduzieren. Bei der Investment Bank werden wir die risikogewichteten Aktiven um insgesamt rund 50 Prozent senken.

3. Wir haben unsere Bilanz von ihrem Höchststand um rund 1 Billion Franken reduziert, und unsere risikogewichteten Aktiven gemäss Basel II liegen nun fast 40 Prozent unter dem Stand von Ende 2007. Dies entspricht der Bilanz einer grossen europäischen Bank.

4. Als Beweis unserer Zuversicht, diese Kapitalziele zu erreichen, beabsichtigen wir, für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 10 Rappen pro Aktie zur Ausschüttung vorzuschlagen.

5. Mit 18,4 Prozent ist unsere Kernkapitalquote gemäss Basel II im Vergleich mit unseren Konkurrenten die höchste der Branche.

6. Ich bin zuversichtlich, Aufwand-Ertrags-Verhältnis auf 65 bis 75 Prozent zu reduzieren.

7. Unsere Kostenbasis liegt auf Jahresbasis umgerechnet bereits 20 Prozent unter dem Wert von 2008.

8. Kein Mitarbeiter und kein einziger Rappen Umsatz sind es wert, die Reputation dieser Bank aufs Spiel zu setzen.

9. Dem UBS Wealth Management unter Jürg Zeltner und Bob McCann ist es in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gelungen, den Nettoneugeldzufluss um über 50 Milliarden Franken zu verbessern.

10. Mit der Investmentbank werden wir zum Beispiel aus dem Verbriefungsgeschäft aussteigen und unsere langfristigen Zinspositionen deutlich zurückfahren. Im Zusammenhang mit dem Rückzug aus diesen Geschäften rechnen wir mit Mindererträgen von zirka 500 Millionen Franken. Geschäftsbereiche, die wir aufgeben, werden aus der Investment Bank herausgelöst und im Corporate Center im Rahmen eines getrennten Portfolios, dem sogenannten Legacy Portfolio, verwaltet.

11. Das Privat- und Firmenkundengeschäft in der Schweiz einen wichtigen Eckpfeiler unserer Strategie. Dieser Bereich hat in den ersten neun Monaten 2011 mit einem Vorsteuergewinn von 1,5 Milliarden Franken zum Konzernergebnis beigetragen.

12. Wir sind einer der führenden Fondsmanager in Europa, der grösste Fondsanbieter der Schweiz und gehören zu den grösseren Hedge-Fund-Fondsmanagern und Vermögensverwaltern im Immobiliengeschäft weltweit.


Mehr zum Investor Day 2011 finden Sie unter diesem Link.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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