Mai
17
2012
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Der Präsident der renommierten Uhrenfirma Patek Philippe wirft der Grossbank vor, die Schweizer Traditionen missbraucht zu haben.

Das 1839 gegründete Genfer Unternehmen Patek Philippe zählt zu den ganz grossen Namen in der Uhrenbranche. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts befindet sich die Firma im Besitz der Familie Stern und erzielt jährlich einen Umsatz von rund 750 Millionen Franken. Heuer dürften die Verkäufe um 10 bis 20 Prozent schrumpfen, so Philippe Stern, der seit 1977 für die Firma tätig ist. Dies sei aber noch kein Grund für Alarmstimmung, so Philippe Stern in einem Gespräch mit der Genfer Tageszeitung «Le Temps» weiter. Als Familienunternehmen könne Patek Philippe aber auch jetzt an seiner langfristigen Strategie festhalten.

Demgegenüber übt der 68-jährige Philippe Stern harsche Kritik an jenen Banken, welche die Finanzkrise ausgelöst hätten, namentlich die UBS. Er sei angewidert, ja sogar skandalisiert von der Tatsache, dass Firmen, allen voran die UBS, jeglichen Realitätssinn verloren hätten und sich bloss noch von der schieren Gewinnsucht leiten liessen. Für den starken Mann von Patek Philippe haben die Grossbanken die Schweizer Traditionen missbraucht und die Gesetze im Ausland, namentlich in den USA missachtet.

Der ganze Artikel findet sich auf diesem Link.

 


Kommentare 

 
#8 Gast 2009-04-11 10:53
Das ist das klassische "kleine Jungen" Verhalten in dem diese - wenn sie bei einem Streich erwischt werden - jeweils auf den anderen zeigen. Bei kleinen Kindern mag man das ja verstehen, aber bei Erwachsenen ist das nicht mehr der Fall. Man ist für sein eigenens Handeln und Tun schon selbst verantwortlich. Mit Ihrer Darstellung jedoch sprechen Sie jeden Steuerbetrüger von seiner Eigenverantwortung frei, denn es war ja letzten Endes die Schweiz... ..oder Jersey.. ..oder Dellaware.. ..oder.. ..oder ... oder..
Im Grundprinzip geht es darum, dass ein Staat dafür sorgt dass seine Bürger "so wenig als möglich dem von Ihnen angesprochenen "Urinstinkt" nachgeht. Es scheint als hätte die Schweiz ein besseres Modell mit ihren Bürgern umzugehen als andere. Und wenn Sie die Aktion der G20 via OECD etwas näher beleuchten, so geht es nicht um eine faire Auseinandersetzung mit der Gesamtthematik. Es geht um ein primitives Machtspiel seitens Frankreich, England und Deutschland und das ist das eigentlich Traurige an dem Ganzen....
...und letzten Endes handelt ein Steuerhinterzieher nicht wirtschaftlich im optimalen Sinne, sondern immer emotional. Es ärgert ihn von seinem "hart erarbeitetem Geld" etwas abgeben zu müssen. Am Ende schädigt er sich meist selbst am meisten
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#7 Gast 2009-04-11 00:12
Nein-ich widerspreche Ihnen. Der Steuerhinterzieher hat bis vor kurzen nur "wirtschaftlich" gehandelt. Es hat bisher Dank Ihnen praktisch kein Entdeckungsrisiko gegeben, da Sie ihm ein rechtsstaatliches Mäntelchen verpasst haben. Unter diesen Voraussetzungen ist jeder, der Kapitalerträge besteuern lässt und Schwarzgeld unter dem Bettkissen lagert, letztendlich ein Dummkopf.

Das "Nicht-Abgeben-Wollen" und das Horten von Geld ist ein Urinstinkt, den man bei allen Menschen findet.

Daher ist die eigentliche Schuld bei der Schweiz zu sehen. Die Schweiz stellt ein rechtsstaatlichen Mäntelchen für in der Schweiz strafbare Handlungen (Steuerbetrug) und außerhalb der Schweiz strafbare Handlungen (Steuerhinterziehung) bereit und bereichert sich hierfür an ihm.
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#6 Gast 2009-04-10 23:46
Eine interessante aber fatale Logik der Schuldumkehrung Herr Wille. Kausal schädigt der Anleger seinen Staat der vorsätzlich Steuern hinterzieht. Die Schweiz hat darauf zu achten dass ihr förderales Staatssystem nicht durch derartige Parasiten missbraucht wird, aber sie tritt nicht per se in das Schuldverhältnis anderer ein. Dann würde jeder Vater für die Delikte seiner Abkommen, jeder Erzeuger für die missbräuchliche Verwendung seiner Güter in erweiterte Schuldhaft genommen werden dürfen/müssen.
Im Kern regelt der Markt/das System jede übertriebene Handlungsweise und das ist auch das was wir derzeit erleben.
Wir können auf dieser Weise gleichfalls in die Diskussion treten, wieviel Steuern und Abgaben ein Staat einfordern kann bis seine Ökonomie kippt, respektive bis wann eine Polarisierung erfolgt von "der Staat dient den Bürgern" bis hin zu "der Bürger dient dem Staat".
Ich persönlich bevorzuge Zweiteres, denn alles andere führt in die Richtung kommunistischer oder totalitärer Regime.
Wem dient nun die Schweiz und wer schädigt wem? Wer zeigt in seiner gesellschaftspolitischen Struktur die bessere Verantwortungsgesinnung? Ich persönlich als Deutscher Staatsbürger würde mir viel mehr "Schweiz" in Deutschland wünschen.....
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#5 Gast 2009-04-10 12:26
Das Verhalten der UBS ist ein Symptom für eine Denkweise, die nicht nur in der UBS, die in der ganzen Schweiz grassiert, nämlich der Denkweise, wie man mit wenig Aufwand an das Geld der anderen kommt.

In sofern hat der Herr Stern schon recht: Er produziert etwas, bei dem jedermann frei ist, es zu kaufen oder nicht zu kaufen.

Die Schweizer Banken schädigen aber mit deren Verhalten vorsätzlich andere Staaten. Eine Denkweise, die bis in die obersten Staatsorgane der Schweiz gebilligt wird.
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#4 Gast 2009-04-08 16:48
Herr Stern überprüfen Sie Ihre Kunden denn auch immer schön genau, ob das Geld mit dem sie Uhren von Ihnen kaufen ihnen denn auch gehört, und ob sie den Obolus in der heimatlichen Ecke der Steuerwüste auch entrichtet haben? Nein? - Ach was bin ich angewidert von Ihnen - oder gar angewiddert.
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#3 Gast 2009-04-07 12:14
Herr Stern hat den Vorteil dass seine Kunden den echten Wert einer Uhr nicht einschaetzen koennen, nimmt man den Aufschlag zum Preis der verarbeiteten Materialien so stellt sich die Frage ob Banken oder Uhrmacher besseren 'Mehrwert' liefern
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#2 Gast 2009-03-31 09:26
danke Philippe Stern für die klaren worte. stimme ihnen 100% zu !
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#1 Gast 2009-03-30 20:48
Es ist Zeit Hr. Stern, dass Sie sich mal bemühen, auch positive Aussagen zur UBS zu machen. Mit der Generalaussage Sie seien von dieser Bank "angewidert" lässt sich weder das Vertrauen zur Bank noch zum Finanzplatz Schweiz zurückgewinnen. Nicht alles an dieser Bank ist "schlecht", wie Sie dies - wie übrigens auch Mr. Swatch-senior, zum besten geben. Kein gutes Zeugnis verdienen Sie auch, da es nunmehr an der Zeit ist, vergangene Fehler zu schubladisieren und sich mit der Gegenwart und der Zukunft zu beschäftigen.
Ihre Uhren sind zwar schön und von höchster Präzision, doch sie sind überrissen teuer - auch hier liegt eine hohe Gewinnsucht Ihrem Unternehmen eigen ! - und wenn Sie die noble Kundschaft aus dem Nahen + Fernen Osten nicht hätten, welche für Ihre Uhren fast jeden Preis bezahlen, dann wären Sie, wie viele andere Marken von hochpreis-CH-Uhren schon lange Konkurs gegangen.
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