Lombard Odier verliert einen grossen Namen

Einer der Namensgeber der Genfer Privatbank ist per Ende 2011 aus dem Partnergremium ausgeschieden, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

pierre-darierDer Genfer Pierre Darier (Bild) figuriert seit Anfang 2012 nicht mehr im Partnergremium der Schweizer Privatbank Lombard Odier & Cie, die bis vor drei Jahren unter dem Namen Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) firmierte. Ein Blick auf die Website von Lombard Odier bestätigt diese Feststellung.

Zuletzt amtete der heute 66-jährige Darier als nicht-exekutiver Teilhaber. Er ist altershalber zurückgetreten, wie die Bank auf Anfrage erklärte. Der Abgang unterstreicht indessen auch, wie sich die Kräfteverhältnisse innerhalb des Hauses in Richtung der Familien Lombard und Odier entwickelt haben.

Fünfte Generation

Pierre Darier war ursprünglich Jurist und stiess 1974 nach einer ausgedehnten Ausbildung im Finanzwesen (Brown Brothers Harriman & Co. sowie Morgan Guaranty Trust) zur damaligen Privatbank Darier Hentsch, wo er 1977 in den Rang eines Partners aufstieg.

Damit vertrat er die fünfte Generation in der familieneigenen Bank. Das Unternehmen fusionierte 2002 mit dem lokalen Konkurrenten Lombard Odier.

Grosses Engagement für den Finanzplatz

Pierre Darier war mitverantwortlich für die Leitung der Private-Banking-Abteilung und die strategische Entwicklung der Gruppe, die heute rund 140 Milliarden Franken verwaltet. Der Genfer war zudem in der Schweizerischen Bankiervereinigung aktiv und zeitweilig (1992 bis 2004) im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Von 2005 bis 2008 präsidierte er zudem die Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers.

Das Partnergremium von Lombard Odier setzt sich nun aus insgesamt neun unbeschränkt haftenden Teilhabern zusammen: Thierry Lombard, Patrick Odier, Jean Pastré, Bernard Droux, Anne-Marie de Weck, Christophe Hentsch, Hubert Keller, Frédéric Rochat sowie Arthur Caye.

Neue Teilhaber bei Capital Partners

Als beschränkt haftende Teilhaber firmieren: Richard Nahmani sowie Denis Pittet.

Als weitere Untergruppe innerhalb der Partnerstruktur von Lombard Odier gibt es noch die Lombard Odier & Co Capital Partners, wo verdiente Mitarbeiter aufgenommen werden. Auf Anfang 2012 stiessen drei neue Teilhaber hinzu: Olivier Collombin, Andrew Grabowski und Bart van Leemput.

Die übrigen Mitglieder dieses Gremiums sind: Jean-Pascal Beyrard, Vincent Duhamel, Jean-Jacques Hamel, Arnaud Leclercq, Marc Lopez, Hugues Riché und Carl Verbrugge

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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