Julius Bär mit Gewinnrückgang

Angesichts der schwierigen Marktsituation muss Julius Bär einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Netto-Neugeldzufluss wurde fast vollständig weggefegt.

Die verwalteten Vermögen der Julius-Bär-Gruppe betrugen Ende 2012 rund 170 Milliarden, nahezu unverändert gegenüber Ende 2010, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Der Netto-Neugeldzufluss von 10 Milliarden Frnaken oder 6 Prozent wurde fast vollständig von der Marktperformance und Währungseffekten aufgewogen. Die Kundenvermögen (inklusive Custody-Vermögen) nahmen insgesamt um 3 Prozent auf 258 Milliarden Franken ab.

Geschäft hat sich verteuert

Die Rentabilität des Unternehmens ist gesunken: Die adjustierte Cost/Income Ratio (Aufwand zu Ertrag) stieg von 65,4 Prozent auf 67,0 Prozent, hauptsächlich als Folge der deutlichen Aufwertung des Franken, wie Julius Bär weiter schreibt.

Der adjustierte Konzerngewinn ging um 21 Prozent auf 401 Millionen Franken zurück. Der inbegriffen ist eine Zahlung von 50 Millionen Franken an die deutschen Behörden im Zusammenhang mit den Steuerstreitigkeiten deutscher Kunden.

Der zugrunde liegende Konzerngewinn (ohne Deutschlandzahlung) sank um 10 Prozent auf 452 Millionen Franken, und der IFRS-Konzerngewinn ging gar um 27 Prozent auf 258 Millionen Franken zurück.

Zugang zu neuen Märkten geschaffen

Boris Collardi, CEO von Julius-Bär, sagte: «Unsere Gruppe konnte im Jahr 2011 das Geschäftsmomentum im Wesentlichen beibehalten – trotz eines schwierigen Markt- und Geschäftsumfelds. In Anpassung an die sich global verändernde Vermögensbildung und -verteilung haben wir uns einen ersten Zugang zum brasilianischen Markt verschafft, unsere Präsenz und Produktpalette in Asien deutlich ausgebaut sowie die Abdeckung von Osteuropa, Russland und dem Mittleren Osten verstärkt.»

Gleichzeitig habe die Bank grosse Fortschritte gemacht bei der Anpassung des grenzüberschreitenden Kundenangebots für europäische Märkte gemacht, so Collardi weiter.

Insgesamt hätten alle Regionen wiederum sehr erfreuliche Netto-Neugeldzuflüsse verzeichnet. «Trotz weiterer Investitionen in Wachstumsinitiativen konnten wir unsere Profitabilität dank unveränderter Kostendisziplin und strenger Ressourcenplanung weitgehend wahren», erklärte Collardi.

 

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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